Kingsley Coman verlässt Bayern München für Al-Nassr
Ein weiterer bedeutender Abgang steht fest: Kingsley Coman verlässt den FC Bayern München und wechselt zu Al-Nassr in Saudi-Arabien. Intern gibt es jedoch Kritik an den Rahmenbedingungen des Transfers.
München – Der Wechsel des französischen Spielers zu Al-Nassr sorgt nicht für allgemeine Zufriedenheit an der Säbener Straße. Wie die TZ München berichtet, äußern einige Klubverantwortliche insbesondere Bedenken hinsichtlich der Ablösesumme, die bei maximal 35 Millionen Euro inklusive möglicher Bonuszahlungen liegt. Angesichts der Tatsache, dass Comans Vertrag noch bis 2027 lief und er zu den Stammkräften zählte, hätten sich einige Entscheidungsträger eine höhere Einnahme gewünscht.
Der Vergleich mit dem kürzlich verpflichteten Luis Díaz sorgt für Unverständnis: Für den Kolumbianer, der nur ein halbes Jahr jünger ist und sich in einer ähnlichen Vertragssituation befand, zahlten die Münchner mehr als das Doppelte. Auch Trainer Vincent Kompany hätte den Flügelspieler gerne im Team behalten, so die Berichte.
Bereits vor der offiziellen Bestätigung des Wechsels gab es offenbar Diskussionen über die Konditionen. Laut kicker fehlte zunächst eine finale Einigung mit Al-Nassr, insbesondere wegen der als zu niedrig empfundenen Ablöse. Die von Sportvorstand Max Eberl ausgehandelten Zahlen entsprachen nicht den Erwartungen der Klubführung. Trotz seiner Verletzungshistorie galt Coman als wichtiger Bestandteil des Teams.
Dennoch blieb der Deal laut Sky zu keinem Zeitpunkt ernsthaft gefährdet. Obwohl es intern kritische Stimmen gab, setzte sich letztlich die Entscheidung durch, den Topverdiener abzugeben und das Gehaltsbudget zu entlasten.
Coman selbst hatte ursprünglich mit einem Verbleib gerechnet. Noch während der Klub-WM betonte er, dass ein Wechsel für ihn kein Thema sei. Doch als das Interesse aus Saudi-Arabien konkreter wurde, änderte sich seine Haltung – nicht zuletzt durch die Mitwirkung von Cristiano Ronaldo, der bei Al-Nassr ein Mitspracherecht bei Transfers hat.
„Wir möchten uns bei Kingsley Coman von Herzen für eine einzigartig erfolgreiche gemeinsame Zeit bedanken. Mit seinem Treffer im Champions-League-Finale 2020 gegen Paris St. Germain hat er sich für alle Zeiten einen Platz in der Vereinsgeschichte gesichert“, erklärte Max Eberl in der offiziellen Mitteilung des Klubs.
Der Franzose absolvierte 339 Pflichtspiele für den FC Bayern und war an 143 Treffern direkt beteiligt. Für Coman beginnt nun ein neues Kapitel, während in München noch über die Nachwirkungen des Transfers diskutiert wird. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit FCBinside.de)