Konflikt nach Conference-League-Spiel zwischen Straßburg und Mainz
Nach dem Einzug ins Halbfinale der UEFA Europa Conference League kam es zu einem schweren Zwischenfall zwischen den Spielern von Racing Straßburg und FSV Mainz 05. Der 23-jährige Profi Martial Godo von Straßburg sorgte nach dem Abpfiff des Viertelfinal-Rückspiels, das Straßburg mit 4:0 gewonnen hatte, für Aufregung.
Godo lief direkt nach dem Schlusspfiff zur Ecke vor dem Gästeblock und hängte sein Trikot auf, während er vor den mitgereisten deutschen Fans jubelte. Diese Provokation führte sofort zu einem tumultartigen Vorfall. Mainz-Stürmer Nadiem Amiri reagierte, indem er quer über das Spielfeld sprintete und Godo in Richtung Zaun schubste. Auch Phillip Tietz mischte sich ein und geriet in einen Streit mit dem Torwart von Racing, Mike Penders. Innerhalb von Sekunden entstand ein chaotisches Gedränge, in dem Dutzende Spieler aufeinandertrafen und Ordner eingreifen mussten.
Paul Nebel, offensiver Mittelfeldspieler des FSV Mainz 05, äußerte sich nach dem Spiel deutlich: "Das geht für mich gar nicht. Das hat man dann auch an unseren Reaktionen gesehen. Das gehört sich nicht, das hat nichts mit Respekt zu tun." Er fügte hinzu: "Sie waren heute die bessere Mannschaft und haben verdient gewonnen, aber dass ein Spieler von vorne bis nach hinten zu unseren Fans rennt und sein Trikot auf die Eckfahne hängt, hat für mich nichts mit Respekt zu tun. Daher ist es verständlich, dass wir als Mannschaft dann da hingehen."
Christian Heidel, der Sportvorstand von Mainz 05, reagierte etwas gelassener, war jedoch ebenfalls klar in seiner Aussage: "Das ist Kindergarten. Irgendeiner von denen hatte nichts Besseres zu tun, als das Trikot vor unserem Fanblock hochzuhalten. Das ist für mich kein Drama, aber es gab ein Handgemenge." Die Situation hatte auch unmittelbare Konsequenzen: Nadiem Amiri erhielt von Schiedsrichter Joao Pinheiro nach dem Spiel die Rote Karte, während Martial Godo lediglich mit Gelb davonkam. RTL-Experte Lothar Matthäus kritisierte diese Entscheidung und forderte ein nachträgliches Eingreifen der UEFA, um eine Sperre für Godo auszusprechen.