Kontroversen um Nico Schlotterbecks Vertragsverlängerung beim BVB

Kontroversen um Nico Schlotterbecks Vertragsverlängerung beim BVB

Die Vertragsverlängerung von Nico Schlotterbeck beim BVB sorgt für Aufregung. Peter Neururer äußert sich kritisch zu dem Deal.

Dortmund – Eigentlich hätte die Nachricht für Jubel sorgen sollen: Abwehrchef Nico Schlotterbeck hat seinen Vertrag bei Borussia Dortmund vorzeitig bis 2031 verlängert. Doch statt Euphorie herrscht Skepsis rund um den Signal Iduna Park. Grund dafür ist eine brisante Ausstiegsklausel, die im neuen Vertrag verankert sein soll.

Kult-Trainer Peter Neururer nimmt in seiner Kolumne auf wettfreunde.net kein Blatt vor den Mund: „Da kann man eigentlich nur den Kopf darüber schütteln“, kritisiert der 70-Jährige und vermutet hinter dem Deal reine „Taktiererei“ des Spielers. Besonders die Details der Klausel stoßen Neururer sauer auf.

Laut Medienberichten dürfen drei absolute Top-Klubs – darunter der FC Liverpool und Real Madrid – im Sommer 2026 zugreifen, sofern sie eine Ablöse zwischen 50 und 60 Millionen Euro zahlen. Der FC Bayern München sei von dieser Regelung jedoch ausgeschlossen. Die Klausel gilt zudem nur bis Mitte Juli 2026. Für Neururer ist das eine „eigenartige Vereinbarung“, die wenig mit „hundertprozentiger Überzeugung“ für den Verein zu tun habe.

Die Verkündung der Verlängerung im Rahmen des Heimspiels gegen Bayer Leverkusen (0:1) verlief alles andere als harmonisch. Als Stadionsprecher Norbert Dickel die Nachricht verkündete, mischten sich deutliche Pfiffe von der Südtribüne unter den Applaus. Neururer erinnert sich: „Ein Pfeifkonzert unter den Fans, von der Südkurve ausgehend.“

Die Dortmund-Anhänger scheinen die Lage zu durchschauen: Für viele wirkt die Verlängerung eher wie eine Absicherung für den Spieler als ein langfristiges Bekenntnis zum BVB. Dass die Klausel ausgerechnet nach der Weltmeisterschaft 2026 greift, macht die Sache für den erfahrenen Fußballlehrer nicht besser.

Während der Verein Planungssicherheit suggeriert, sieht Neururer darin ein klares Hintertürchen für einen zeitnahen Abgang zu einem Weltklub. Schlotterbeck, der zuletzt im Training verletzungsbedingt kürzertreten musste, steht nun unter besonderer Beobachtung. Er muss auf dem Platz beweisen, dass sein Herz trotz der Klausel-Taktiererei voll und ganz für Schwarz-Gelb schlägt.

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