Kritik an Augsburgs Trainer Sandro Wagner nach Bayern-Spiel

Kritik an Augsburgs Trainer Sandro Wagner nach Bayern-Spiel

München – Sandro Wagner, der neue Trainer des FC Augsburg, sorgte nach der 2:3-Niederlage gegen den FC Bayern für Aufregung. Trotz der Niederlage lobte der frühere Profi seine Mannschaft mit den Worten: „Ich sehe es nicht, dass wir weniger Qualität haben als Bayern.“ Diese Aussage sollte das Selbstvertrauen seiner Spieler stärken, jedoch fand sie nicht bei allen Zustimmung. Nachdem bereits Lothar Matthäus diese Äußerung kritisierte, äußerte sich nun auch ein weiterer ehemaliger Bayern-Spieler.

Mario Basler reagierte in seinem Podcast „Basler ballert“ mit deutlicher Kritik und sagte: „Im Nachgang habe ich gehört, dass Augsburg eigentlich auf keiner Position schlechter ist als der FC Bayern. Frei zitiert nach Sandro Wagner, Trainer des FC Augsburg.“ Basler, der für seine direkte Art bekannt ist, hinterfragte Wagners Sichtweise und verwies auf die Situation nach dem Spiel gegen einen Bayern-Star.

„Also, lieber Herr Wagner, zwei Bundesligaspiele, eins in Freiburg gewonnen, eins gegen Bayern verloren. (…) Da muss ich sagen, da leidet jemand unter Größenwahn“, so Basler weiter. Der Kult-Star stellte zudem klar, dass er den Hype um Wagner „sowieso nie verstanden“ habe und empfahl dem Trainer mehr Bescheidenheit.

„Ich würde ein bisschen entspannter bleiben und würde nicht gleich nach dem zweiten Spieltag solche Floskeln raushauen, die völlig übertrieben sind. Es wird ihm irgendwann vor die Füße fallen“, warnte Basler. Auch sportlich hatte er eine Spitze parat: Augsburg habe mit Bayern-Profi Sacha Boey praktisch einen „zwölften Mann“ auf dem Platz gehabt. „Der war ja ein Augsburger Spieler. Der darf normalerweise auch kein Spiel mehr machen.“

Abschließend fasste Basler, der sich auch zur Zukunft von Max Eberl äußerte, seine Kritik in eine klare Empfehlung zusammen: „Vielleicht wird Sandro ein guter Trainer, das kann sein. Aber ich finde, den Größenwahn sollte er langsam mal ablegen. (…) Vorerst sollte er ruhiger machen und wenn es dann in diese Richtung geht, dann kann er immer noch Gas geben“, riet der 56-Jährige.

Auch Lothar Matthäus hatte zuvor in seiner Sky-Kolumne auf Wagners Worte reagiert, wenn auch weniger scharf als Basler. „Das sind Sätze, die gut gemeint sind, aber der FC Bayern spielt in einer anderen Liga als Augsburg, auch wenn das Ergebnis am Ende ziemlich knapp ausfiel. Mit Bayern muss sich Wagner nicht vergleichen. Da hat er ein bisschen eine falsche Wahrnehmung.“

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