Kritik an DFB-Trikotpreisen vor der WM 2026

Kritik an DFB-Trikotpreisen vor der WM 2026

Kurz vor der Weltmeisterschaft 2026 haben mehrere Politiker scharfe Kritik an den Preisen der DFB-Trikots geübt, insbesondere an den Kosten der Kindershirts.

In weniger als zwei Wochen beginnt die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko. Während der rund fünfeinhalb Wochen dauernden Veranstaltung wird das Fußballfieber auch in Deutschland Millionen von Fans auf die Straßen und vor die Bildschirme bringen. Die Hoffnungen auf einen Erfolg der deutschen Nationalmannschaft sind groß, doch die (visuelle) Unterstützung für die DFB-Elf stellt für viele Fans eine erhebliche finanzielle Belastung dar.

Fans müssen erneut tief in die Tasche greifen, um sich eines der begehrten Deutschland-Trikots zu sichern. Die Jerseys des Ausrüsters Adidas kosten für Erwachsene 100 Euro, während Kindertrikots immer noch 75 Euro kosten. Eine Familie mit zwei Kindern müsste also insgesamt 350 Euro ausgeben, um geschlossen im Adlerdress auf der Fanmeile auftreten zu können.

Diese Situation geriet kurz vor dem Turnierbeginn in den Fokus der Politik, und scharfe Kritik ließ nicht lange auf sich warten. Stephan Mayer, sportpolitischer Sprecher der Union, bezeichnete die Kosten für das Kindertrikot als „enorme finanzielle Herausforderung“ für viele Familien. „Ich würde mir wünschen, dass Adidas eine Möglichkeit findet, zumindest diese Trikots deutlich günstiger anzubieten“, äußerte der CSU-Politiker gegenüber der Rheinischen Post.

„Wir alle wollen, dass die Fußballnationalmannschaft auch bei den Kindern viele Fans hat“, fügte Mayer hinzu. „Dafür müssen sich die Kinder mit dem Team identifizieren können, und dazu gehört das Trikot.“ CDU-Politiker Jens Lehmann entgegnete, dass die hohe Nachfrage die Preise steuere. „Solange sich daran nichts ändert, wird es vermutlich auch kein Umdenken bei den Herstellern geben.“

Trotzdem nahm Lehmann die Verantwortlichen in die Pflicht: „DFB und Hersteller müssen selbst darauf achten, ihre Fans nicht durch eine überzogene Preispolitik zu entfremden.“ Für Adidas wird die WM 2026 das letzte große Turnier als DFB-Ausrüster sein, da die Partnerschaft 2027 nach mehr als 70 Jahren endet. Ab diesem Zeitpunkt übernimmt der Konkurrent Nike.

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