Kritik an Luis Díaz trotz starkem Start beim FC Bayern

Kritik an Luis Díaz trotz starkem Start beim FC Bayern

Trotz einer beeindruckenden Rekordserie des FC Bayern München stehen einige Spieler, darunter auch Luis Díaz, immer wieder in der Kritik. Nach dem Pokalsieg in Köln äußerte sich Sportvorstand Max Eberl zu dem kolumbianischen Spieler.

Der 28-jährige Díaz wechselte im Sommer für eine Ablösesumme von 70 Millionen Euro vom FC Liverpool an die Säbener Straße. Der Verein zeigt sich insgesamt sehr zufrieden mit seiner Einstellung und Leistung. Nach 14 Pflichtspielen belegt er gemeinsam mit Michael Olise mit jeweils 14 Scorer-Punkten den zweiten Platz hinter dem überragenden Harry Kane, der bereits 22 Tore und 3 Assists erzielt hat.

Obwohl Díaz ein wichtiger Bestandteil des erfolgreichen Starts des FC Bayern in die Saison ist, hat er in entscheidenden Momenten immer wieder große Chancen vergeben. Dies zeigte sich auch beim 4:1-Sieg in der zweiten Pokalrunde gegen den 1. FC Köln. In den sozialen Medien erinnerten sich einige Fans an Leroy Sané, der ebenfalls oft Chancen ausließ. Nach dem Spiel nahm Max Eberl auf eine entsprechende Frage Stellung.

Bereits früh im Spiel hatte Díaz die Möglichkeit, sein Team per Kopfball in Führung zu bringen, konnte jedoch eine abgefälschte Flanke nicht richtig kalkulieren. Besonders auf eine Szene in der 53. Minute richtete sich die Aufmerksamkeit: Nach einem hervorragenden Pass von Kane lief er beim Stand von 2:1 allein auf das Kölner Tor zu, doch statt zu treffen, drosch er den Ball über das Tor. Ein Treffer hätte die Partie früh entschieden.

Max Eberl verteidigte Díaz jedoch hinsichtlich seiner Chancenverwertung: „Wir sind extrem happy mit ihm. Seine Intensität und seine Bereitschaft, sowohl offensiv als auch defensiv zu arbeiten, sind bemerkenswert“, erklärte der 52-Jährige. Eberl fügte hinzu: „Er hat in Gladbach eine Großchance gehabt und heute ebenfalls. Aber er kommt immer wieder in solche Situationen. Er sprintet 60, 70 Meter, sowohl nach vorne als auch nach hinten. Daher ist er eine absolute Bereicherung für uns.“

Auch das 4:1 von Olise bereitete Díaz vor. Aleksandar Pavlović startete einen Sololauf auf dem rechten Flügel, während Díaz im Zentrum mit Höchstgeschwindigkeit hinterherhetzte, ohne dass ein Kölner ihm folgen konnte. Den Querpass des deutschen Jungnationalspielers leitete er clever an seinen besser positionierten französischen Teamkollegen weiter, der problemlos vollendete.

Obwohl es bei einigen Fans bereits Anzeichen von Unzufriedenheit gibt, erinnert dies stark an seinen Vorgänger Sané, der ebenfalls viele Torchancen kreierte, diese jedoch oft vergab. Beide Spieler sind für die Defensive der Mannschaft wichtig. Bisher wurde Díaz jedoch keine „Lustlosigkeit“ vorgeworfen, und seine Körpersprache unterscheidet sich deutlich von der seines Vorgängers. Zudem erzielte Luis Díaz in Köln den wichtigen Ausgleichstreffer zum 1:1 – zwei Torbeteiligungen in einem solch intensiven Pokalspiel sind für einen „Chancentod“ nicht zu verachten.

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