Kritik an Nagelsmann: Basler äußert sich zu Sané und Rüdiger
Nach der Nominierung von Leroy Sané und Antonio Rüdiger hat der TV-Experte Mario Basler scharfe Kritik an Julian Nagelsmann geübt.
Herzogenaurach – Die erste Länderspielpause des Jahres steht bevor. Die deutsche Nationalmannschaft möchte sich mit zwei Testspielen gegen die Schweiz am 27. März und Ghana am 30. März optimal auf die WM im Sommer vorbereiten. Mit dem Anpfiff dieser Spiele soll der Fokus ganz auf dem Sportlichen liegen, nachdem es im Vorfeld erneut zu Störungen kam.
Bereits vor der Bekanntgabe seines Kaders sorgte Bundestrainer Julian Nagelsmann für Diskussionen, da er angekündigt hatte, überraschende Entscheidungen treffen zu wollen. Diese Aussagen bezogen sich vermutlich auf sportliche Entscheidungen, wie die Berufungen von Leon Goretzka oder Anton Stach. Doch die Öffentlichkeit konzentrierte sich schnell auf andere Personalien, insbesondere auf Leroy Sané und Antonio Rüdiger.
Die Kritik an Sané richtete sich vor allem gegen seinen Wechsel zu Galatasaray Istanbul, einem Verein, der nicht zu den Top-Fünf-Ligen zählt. Bei Rüdiger hingegen stehen seine Eskapaden auf und neben dem Platz im Fokus. Der Verteidiger von Real Madrid spielte im vergangenen Jahr nach einem Wutausbruch auf Bewährung und sorgte in diesem Jahr mit einem schwerwiegenden Foul für Aufregung. Statt Reue zu zeigen, geriet er in der Folge in einen verbalen Streit mit Pep Guardiola.
Für die Entscheidung, Rüdiger erneut in den Kader zu berufen, erntete Nagelsmann viel Kritik. Besonders deutliche Worte fand Mario Basler. In der Sendung "Heute im Stadion" von Bayern 1 äußerte er: "Nagelsmann hat sich bei mir völlig unglaubwürdig gemacht, weil er einfach einen Rüdiger wieder einlädt, der auf Bewährung gespielt hat."
Basler fügte hinzu: "Ich finde, sie treten die Werte, die sie irgendwann einmal vorgegeben haben, mit Füßen, wenn man Spieler wie Rüdiger wieder einlädt. Das ist eine absolute Schweinerei." Zudem äußerte er sein Misstrauen gegenüber dem DFB: "Ich glaube dem DFB nichts mehr. Ich habe meine Mitgliedschaft für die Fußball-Lehrer-Lizenz gekündigt. Von mir bekommen sie keinen Euro mehr. Für mich ist der DFB erledigt."
Auch die Nominierung von Sané ließ der ehemalige Profi, der für seine klaren und manchmal kontroversen Aussagen bekannt ist, nicht unkommentiert. Er erklärte: "Sané spielt bei einem Zweitligisten Galatasaray und steht in der Champions League nicht mehr auf dem Platz." In dieser Saison stand Sané in sieben von zwölf Champions-League-Spielen in der Startelf und wurde dreimal eingewechselt, wobei ihm zwei Torvorlagen gelangen.