Kritik an Uli Hoeneß: Markus Babbel äußert sich erneut
Die Diskussionen über Uli Hoeneß reißen nicht ab. Ein ehemaliger Star des FC Bayern äußert erneut seine Kritik und nimmt Hoeneß verbal ins Visier.
München – Ein Auftritt von Uli Hoeneß in der Talkshow "Doppelpass" ist selten, doch wenn der Ehrenpräsident des FC Bayern zu Gast ist, wird darüber üblicherweise wochenlang debattiert. So auch diesmal, denn einige Experten sind mit seinen Äußerungen über Max Eberl unzufrieden. Auch Markus Babbel hat Hoeneß bereits scharf kritisiert und geht nun erneut auf Distanz.
Auslöser war Hoeneß' Bemerkung im "Doppelpass", dass Sportvorstand Max Eberl etwas zu empfindlich sei. Zudem hätten er und Karl-Heinz Rummenigge angekündigt, sich erst zurückzuziehen, wenn sie das Gefühl hätten, dass alles reibungslos läuft und die richtigen Personen in den passenden Positionen sind.
Der ehemalige Verteidiger des FC Bayern war zu Gast in der „At Broski - Die Sport-Show“. Er erklärte: „Das Problem ist nicht Max Eberl.“ Für Eberl sei es „äußerst schwierig, gute Arbeit zu leisten, da er ständig mit Störgeräuschen konfrontiert wird.“ Babbel fügte hinzu: „Nach Hoeneß' Auftritt wird ihm auch noch vorgeworfen, handwerkliche Fehler gemacht zu haben. Man sollte seine Mitarbeiter nicht öffentlich kritisieren – solche Dinge gehören intern geklärt.“
Babbel zog einen interessanten Vergleich zur freien Wirtschaft: „Für ein solches Verhalten würde man dort selbst entlassen! Ich empfinde das als unanständig von Uli Hoeneß.“ Bereits vor Hoeneß' Auftritt im "Doppelpass" hatte Babbel erklärt, dass der Ehrenpräsident das größte Problem des Vereins sei, eine Aussage, die er nun wiederholt.
„Dazu stehe ich, das hat man im "Doppelpass" auch deutlich gesehen. Man stellt seine Mitarbeiter nicht öffentlich bloß“, kritisierte der 53-Jährige. Er versteht zwar, dass der FC Bayern für Hoeneß mehr als nur ein Verein ist, betont jedoch: „Er hat großartige Verdienste und war der prägendste Manager, den der Verein je hatte. Er ist jedoch nur noch im Aufsichtsrat.“
Zudem ist sich der frühere Verteidiger, der mit Liverpool die Champions League gewann, sicher: Uli Hoeneß hätte sich zur Wehr gesetzt, wenn er in der Position von Eberl gewesen wäre. „Ich hätte ihn gerne gesehen, wenn sich damals jemand so über ihn geäußert hätte.“ Die Frage bleibt, wie lange Hoeneß diesmal für eine Reaktion benötigen wird.