Leroy Sané für WM-Qualifikation nominiert: Nagelsmann fordert mehr Konstanz
Leroy Sané wurde überraschend für die WM-Qualifikation nominiert. Bundestrainer Julian Nagelsmann äußerte sich im Vorfeld der Spiele deutlich zu dieser Entscheidung.
Wolfsburg – Leroy Sané steht vor seinem Comeback in der Nationalmannschaft, nachdem er nach seinem Wechsel zu Galatasaray Istanbul zunächst nicht mehr berücksichtigt wurde. Sein Start in der Türkei verlief holprig, was die Nominierung zu diesem Zeitpunkt überraschend macht.
Trotz der Eingewöhnungsschwierigkeiten ist Sané Teil des DFB-Kaders für die WM-Qualifikationsspiele gegen Luxemburg am Freitag und gegen die Slowakei drei Tage später. Nagelsmann stellte jedoch klar, dass die Nominierung keine Selbstverständlichkeit ist und er bei Sané noch Entwicklungspotenzial sieht. Die geforderte Leistung sei noch nicht „zu 100 Prozent” erfüllt, so der Bundestrainer.
Sanés Nominierung basiert nicht nur auf seiner Form, sondern auch auf seinem Profil als Außenstürmer. „Wenn wir auf dieser Position sechs oder sieben Spieler zur Auswahl hätten, hätte er es deutlich schwerer“, erklärte Nagelsmann. So findet Sané auch bei weniger überzeugenden Leistungen seinen Platz im Kader.
Nagelsmann betonte jedoch, dass er einen „sehr guten Austausch“ mit Sané pflegt. Die Kommunikation zwischen den beiden ist offen und transparent. Der Bundestrainer machte dem 29-Jährigen klar, dass er konstant sein Potenzial abrufen muss, da er dies in den vergangenen Jahren zu selten geschafft hat.
„Leroy weiß, was gefragt ist, und er ist sich auch bewusst, dass es nicht mehr viele Chancen gibt, sich auf Nationalmannschafts-Ebene zu beweisen, zumindest unter meiner Führung. Das kann ich hier so offen sagen, weil ich es ihm auch so gesagt habe“, sagte Nagelsmann. Dies ist eine klare Botschaft an den ehemaligen Schalker, sich auf internationalem Niveau entsprechend zu zeigen.
Sané sei ein Spieler, der „prinzipiell alles kann“, so Nagelsmann, „er muss nur auch alles bringen. Da kann ihm niemand helfen, außer er selbst. Vom Profil her bringt er alles mit, was wir auf dieser Position brauchen. Deswegen hat er jetzt die Chance“. Es könnte jedoch eine der letzten Gelegenheiten für ihn sein.