Leroy Sané überzeugt im DFB-Trikot gegen die Slowakei

Leroy Sané überzeugt im DFB-Trikot gegen die Slowakei

Leroy Sané hat in seiner Karriere bereits viel Kritik einstecken müssen. Nach dem überzeugenden 6:0-Sieg über die Slowakei erhielt er jedoch eine wohlverdiente Lobeshymne von seinem ehemaligen FCB-Kollegen Joshua Kimmich.

In Leipzig erwarteten viele Experten im entscheidenden Gruppenspiel der WM-Qualifikation eine verkrampfte deutsche Mannschaft, die sich für das Turnier 2026 in den USA, Mexiko und Kanada mehr durchmogeln würde als zu glänzen. Doch die Zuschauer wurden von einer technisch starken und effizienten DFB-Elf positiv überrascht, besonders von einem „Sorgenkind“ des deutschen Fußballs.

In seinem 72. A-Länderspiel für Deutschland wurde Leroy Sané nicht nur für seine zwei herausragenden Tore und seinen Assist per Hacke für Debütant Assan Quédraogo als „Man of the Match“ ausgezeichnet. Der 29-Jährige zeigte sein volles spielerisches und kämpferisches Potenzial. Mannschaftskapitän Joshua Kimmich schwärmte nach dem Spiel von Sané und deutete gleichzeitig an, dass es bei dem hochsensiblen Spieler an der mentalen Bereitschaft fehlt, sein gesamtes Potenzial konstant abzurufen.

Kimmich bemerkte: „Ich kenne keinen Spieler, der physisch so stark ist wie Leroy. Er kann laufen, sprinten und das über mehrere Tage hinweg.“ Diese Aussage mag überraschen, da man ähnliche Eigenschaften auch Kimmich selbst zuschreiben könnte.

Der 30-Jährige gab zudem ein „Erfolgsgeheimnis“ preis: „Wir müssen ihn dazu bringen, mental bereit zu sein. Wenn er das ist, sieht man, was möglich ist.“ Diese Einblicke sind bemerkenswert.

Wenn Sané seine mentale Stärke entfalten kann, könnte er der oft beschworene „Unterschiedsspieler“ sein. Kimmich sieht das ähnlich: „Heute hat er ein überragendes Spiel abgeliefert. Er hat sich mit zwei Toren belohnt und war auch im Gegenpressing sehr aktiv. Alles, was wir sehen wollen, war da.“

Der 106-fache Nationalspieler betonte zudem die Wichtigkeit von Sané sowie eines „verhinderten“ FCB-Spielers: „Wenn er und Flo Wirtz so spielen, sind sie Vorbilder für die Mannschaft. Jeder zieht mit. Auch die Spieler auf der Bank bemerken, was wir brauchen. Die beiden leben das vor, und wir alle ziehen mit. Das sollte die Basis sein, damit unsere Offensivspieler so arbeiten wie heute. Nur so können wir erfolgreich sein. Wenn wir das nicht tun, werden wir keinen Erfolg haben.“

Kimmich denkt bei diesen Worten vor allem an die Zukunft der deutschen Nationalmannschaft mit dem großen Ziel, die Weltmeisterschaft 2026 zu gewinnen. Der 30-Jährige ist seit längerem mit Sané befreundet und würde die beschriebenen Eigenschaften des Tempodribblers auch weiterhin gerne im Verein bewundern. Der „Sané-Ersatz“ Luis Díaz macht es beim Rekordmeister in dieser Saison jedoch auch nicht schlecht.

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