Leroy Sané unter Kritik: Oliver Kahn äußert sich zur Situation des Spielers
Nach seinem Wechsel zu Galatasaray Istanbul steht Leroy Sané weiterhin im Fokus der Kritik. Oliver Kahn, eine Legende des FC Bayern, hat sich nun scharf zu den aktuellen Herausforderungen des 29-Jährigen geäußert.
Der ehemalige Bayern-Vorstand sieht den Transfer von Sané in die Türkei als Rückschritt und stellt sogar dessen Charakter in Frage. „Komm ich heut nicht, komm ich morgen – das ist halt so sein Charakter, oft auch mit seiner ganzen Körpersprache“, kritisierte Kahn in einem Interview mit Sky.
Für Kahn ist die Krise Sanés umso unverständlicher, da der Flügelspieler „alles, wirklich alles“ mitbringt, um ein absoluter Topspieler zu werden. Er bemängelt, dass Sané seine Fähigkeiten – wie Geschwindigkeit, Dribblings und Torabschluss – zu selten auf dem Platz zeigt. Der Wechsel von Bayern München zu Galatasaray sei bereits ein deutlicher Rückschritt gewesen.
„Wenn Sané nicht in die absolut oberste Kategorie will, ist das seine Entscheidung. Dann verläuft die Karriere eben ein bisschen anders“, stellte Kahn fest. Der 70-malige Nationalspieler müsse nun darauf achten, dass er auch bei Galatasaray den Anschluss nicht verliere, warnte der frühere Bayern-Chef.
Die Situation für Sané könnte sich weiter verschärfen, da er nicht nur im Verein, sondern auch in der Nationalmannschaft ins Abseits zu geraten droht. Trainer Okan Buruk ließ ihn beim Champions-League-Spiel gegen Liverpool komplett außen vor, obwohl er in den ersten Spielen noch in der Startelf stand.
Parallel dazu wurde Sané von Bundestrainer Julian Nagelsmann zum zweiten Mal in Folge nicht für die WM-Qualifikationsspiele nominiert. Diese Entwicklung gefährdet erheblich seine Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2026. Kahn sieht in Sanés derzeitiger Verfassung ein grundlegendes Problem mit der Einstellung des Spielers, dessen Körpersprache und Auftreten oft teilnahmslos wirken.
Auch abseits des Spielfelds geriet Sané in die Schlagzeilen. Am Schluss-Sonntag auf der Wiesn soll es zu einer Auseinandersetzung gekommen sein, an der der 29-Jährige beteiligt war. Laut eigener Aussage sei Sané „über einen längeren Zeitraum provoziert und persönlich beleidigt“ worden. In der aufgeheizten Atmosphäre sei er dann auch geschubst worden, was zu einer kurzen Rangelei führte.