Lisa Müller: Politisches Engagement neben dem Dressurreiten
Lisa Müller, die Ehefrau des Bayern-Stars Thomas Müller, plant nicht nur im Dressurreiten große Erfolge, sondern auch eine politische Karriere.
In München hat Lisa Müller sich einen Traum erfüllt. Gemeinsam mit ihrem Mann Thomas hat sie in Wettklam, nahe München, ein echtes Paradies für Pferde geschaffen. Das veraltete Klischee der Spielerfrau hat sie längst abgelegt und gehört mittlerweile zur bayerischen Dressurelite.
Doch das reicht Lisa Müller nicht. Sie möchte sich auch politisch engagieren, wie sie in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung (SZ) erklärte. „Ja, das Thema interessiert mich sehr. Zurzeit absolviere ich verschiedene Praktika, in denen ich Landespolitiker bei ihrer Arbeit begleite. Das ist ziemlich zeitintensiv.“ Zu ihren Stationen gehörten unter anderem die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner und Gesundheitsministerin Judith Gerlach.
Die leidenschaftliche Reiterin ist mittlerweile Mitglied der CSU, zeigt sich jedoch offen für die Meinungen anderer Parteien. „Obwohl ich mich in der CSU zu Hause fühle, habe ich in der vergangenen Woche Katharina Schulze, die Vorsitzende der Grünen in Bayern, getroffen. Es war ein unglaublich spannendes und interessantes Gespräch, und es ist ansteckend, wie motiviert sie die Herausforderungen der Zeit angeht.“
Auf die Frage, ob sie sich zur Wahl stellen würde, antwortete Müller klar: „Der CSU-Verband Miesbach, dessen Mitglied ich bin, hat mich gefragt, ob ich mich zu den Kommunalwahlen am 8. März aufstellen lassen möchte. Aber wenn ich etwas mache, möchte ich es auch gut machen. Deswegen habe ich gesagt, dass es mir noch zu früh ist. Ich will erst genau wissen, was auf mich zukommt, um den Bürgern das bieten zu können, was sie verdienen.“
Sie hat bereits einen Einblick in die Landwirtschaft gewonnen und kennt vor allem die Probleme der pferdehaltenden Landwirte. „Mistentsorgung, Strohpreise, Dünger, Verkauf und andere Aspekte. In vielen Bereichen, in denen ich arbeite, bin ich gut informiert. Momentan steht das Reiten für mich an erster Stelle, das ist für mich weniger Beruf als Berufung oder Hobby“, so die gebürtige Münchnerin. Vielleicht wird man sie eines Tages doch auf der großen politischen Bühne sehen.