Logistische Herausforderungen bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika

Logistische Herausforderungen bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika

Logistische Herausforderungen in Nordamerika: Während zahlreiche Teams tagelang im Ungewissen gelassen werden, herrscht bei Fans und Verbänden Chaos pur.

Boston – Die schottische „Tartan Army“ ist international bekannt dafür, jedes Stadion während eines Großturniers in eine große, friedliche Feier zu verwandeln. Doch bei dieser Weltmeisterschaft mit 48 Mannschaften wird die treue Anhängerschaft aus Glasgow, Edinburgh und Aberdeen auf eine historische Geduldsprobe gestellt, die an den Rand des Wahnsinns führt.

Die schottische Nationalmannschaft hat bereits alle drei Vorrundenspiele absolviert, und die Spieler sitzen mit gepackten Koffern bereit. Das bizarre Problem: Weder das Team noch die tausenden mitgereisten Fans wissen, ob sie noch im Turnier sind. Da sich neben den Gruppenersten und -zweiten auch die acht besten Gruppendritten für die K.-o.-Runde qualifizieren, müssen die Schotten nun zusammen mit anderen unsicheren Kandidaten quälend lange bis Samstag warten, bis die letzten Vorrundengruppen Klarheit bringen.

TV-Experte Jürgen Klopp äußerte sich am gestrigen Abend bei MagentaTV deutlich zum organisatorischen Chaos der FIFA: „Ich weiß überhaupt nicht, wie das funktioniert. Was macht die Mannschaft, die es sein wird? Wird die eingeflogen?“ schimpfte der sichtlich fassunglose Ex-Trainer. Für die Fans sei die Situation eine logistische Unmöglichkeit.

Schließlich besteht die Möglichkeit, dass das eigene Team am Montag in Boston, am Dienstag in New York oder sogar am Mittwoch im mehrere tausend Kilometer entfernten Mexiko-Stadt antreten muss. Für die schottischen Fans, die für ihre Nationalmannschaft traditionell alles geben, bedeutet dies ein logistisches und finanzielles Desaster. Momentan weiß niemand, wohin die Reise gehen soll.

Flüge quer über den amerikanischen Kontinent lassen sich nicht einfach auf Verdacht buchen, ganz zu schweigen von den ohnehin explodierenden Hotelpreisen in den US-Metropolen. „Kann ich mir nicht vorstellen, weiß ich nicht, ob sowas geht. Aber wir werden es beobachten.“ Während die FIFA das Turnier künstlich aufbläht, leiden Teams und Fans unter dem immensen Planungschaos.

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