Malick Thiaw über die Fußballkultur in den USA

Malick Thiaw über die Fußballkultur in den USA

Die USA sind nicht als Fußballnation bekannt, was DFB-Verteidiger Malick Thiaw während seines Aufenthalts vor Ort bereits erfahren hat.

Winston-Salem – In diesem Jahr findet das größte Fußballturnier unter anderem in zwei Ländern statt, in denen Fußball nicht die größte Beliebtheit genießt. In Kanada zieht Eishockey deutlich mehr Fans an, während in den USA, wo die deutsche Mannschaft ihr Trainingslager aufgeschlagen hat, vor allem American Football, Baseball und Basketball im Vordergrund stehen. Dennoch hat dies für die DFB-Spieler auch seine positiven Seiten.

„Man merkt, dass die Fußballkultur hier anders ist. Selbst Spieler mit größeren Namen können sich frei bewegen, was in Europa niemals der Fall wäre“, erklärte Malick Thiaw gegenüber dem Focus. Diese Unterschiede führen gelegentlich zu kuriosen Situationen. „Ich wurde schon gefragt, für welche Mannschaft ich bei der WM spiele, obwohl ich ein Shirt mit dem DFB-Logo trug“, ergänzte der Profi von Newcastle United.

Insgesamt fühlt sich der 24-Jährige jedoch wohl in den USA: „Es läuft alles super, die Menschen sind sehr freundlich.“ Auch wenn die Einheimischen möglicherweise nicht über das gleiche Fachwissen wie in Deutschland verfügen, erwartet Thiaw bei den Spielen eine gute Atmosphäre – vorausgesetzt, die Leistung stimmt.

„Es liegt an uns, ein gutes Fußballspiel zu liefern und auch neutrale Fans zu begeistern. Dann wird es eine gute Stimmung geben. Vor zwei Jahren war ich bereits mit dem AC Mailand hier in der Vorbereitung, und die Atmosphäre war fantastisch.“ Zunächst tritt die DFB-Elf gegen Curacao in Houston an, gefolgt von Partien gegen die Elfenbeinküste in Toronto und gegen Ecuador in New Jersey.

Thiaw selbst wird jedoch voraussichtlich nicht dazu beitragen können, die neutralen Zuschauer zu begeistern. Beim Auftaktspiel gegen Curacao am Sonntagabend um 19 Uhr wird er aller Wahrscheinlichkeit nach auf der Bank sitzen. In den beiden letzten Testspielen gegen Finnland und die USA musste er über 90 Minuten zuschauen, während Nico Schlotterbeck und Jonathan Tah das Abwehrzentrum bildeten.

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