Manuel Gräfe fordert härteres Eingreifen der Schiedsrichter nach schwerer Verletzung bei WM 2026

Manuel Gräfe fordert härteres Eingreifen der Schiedsrichter nach schwerer Verletzung bei WM 2026

Die WM 2026 erlebte einen erschütternden Moment mit der schweren Verletzung des Kanadiers Ismael Kone. Der erfahrene Schiedsrichter Manuel Gräfe fordert ein konsequenteres Durchgreifen der Schiedsrichter.

In Vancouver, während des Spiels zwischen Kanada und Katar in der 51. Minute, trat der Spieler Assim Madibo von hinten in die Wade des kanadischen Mittelfeldspielers Ismael Kone. Da Kone sein Bein auf dem Boden fixiert hatte, brach sein Unterschenkel.

Schiedsrichter Cristian Garay aus Chile zeigte zunächst die Gelbe Karte, änderte jedoch seine Entscheidung, als er die Schwere der Verletzung erkannte und möglicherweise einen Hinweis des VAR erhielt. MagentaTV-Experte Thomas Müller äußerte sich dazu: „Die Rote Karte können wir nicht ganz nachvollziehen, da es nach einer sehr unglücklichen Verletzung aussieht, auch wenn sie schwerwiegend ist. Ich sehe da maximal ein normales Foul, weder Gelb noch Rot.“

Auch Mats Hummels, der ebenfalls als TV-Experte bei Magenta tätig ist, bezeichnete das Foul als „08/15-Foul“, das „sehr unglücklich ausging“. Manuel Gräfe hingegen, der Schiedsrichter-Legende, fordert in seiner Videokolumne bei Bild ein strengeres Vorgehen der Schiedsrichter. Er lobte zwar die Arbeit von FIFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina, kritisierte jedoch, dass bei Weltmeisterschaften insgesamt zu nachlässig gepfiffen werde.

Seit Collina 2017 bei der FIFA tätig ist, wurden bei Weltmeisterschaften lediglich sieben Rote Karten vergeben, davon sechs für Notbremsen. Keine einzige wurde wegen brutalem Foulspiel ausgesprochen, was Gräfe als besorgniserregend empfindet. Er unterstützt den Ansatz der FIFA, den Spielern mehr Freiraum zu lassen, warnt jedoch: „Was sein muss, muss sein!“

Gräfe betont, dass die FIFA jetzt ein Zeichen setzen und Tritte auf Kniehöhe oder in die Wade konsequent bestrafen sollte. Er nannte auch Lionel Messi, dessen Foul gegen Algerien seiner Meinung nach zwingend mit Rot hätte bestraft werden müssen. „Man muss den Spielern Grenzen setzen und präventiv arbeiten“, sagte der 52-Jährige, der in seiner Karriere 268 Bundesligaspiele geleitet hat. Dies sei im Sinne des Fußballs.

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