Manuel Neuer kehrt ins deutsche Tor zurück
Die Rückkehr von Manuel Neuer ins deutsche Tor hat vor der Weltmeisterschaft für zahlreiche Diskussionen gesorgt. DFB-Kapitän Joshua Kimmich war aktiv an seinem Comeback beteiligt.
Winston-Salem – Die Torwart-Situation der DFB-Elf beschäftigte vor dem Start der WM 2026 ganz Deutschland. Manuel Neuer feierte nach zwei Jahren sein Comeback, während Oliver Baumann, der in den letzten Spielen überzeugte, wieder auf die Ersatzbank verwiesen wurde. Kimmich, der kürzlich einen Anruf von Bundeskanzler Friedrich Merz erhielt, kann die Debatte um Neuer nur schwer nachvollziehen.
„Wir alle kennen Manu, er ist der beste Torwart der Geschichte und zählt nach wie vor zu den besten Torhütern der Welt. Es ist äußerst wichtig, einen solchen Spieler in der Mannschaft zu haben“, äußerte der Kapitän in der Sport Bild. Interessant ist, dass Kimmich aktiv an der Rückkehr seines Bayern-Kollegen beteiligt war. „Ich habe mit Manu ein- oder zweimal über die Möglichkeit gesprochen und auch mit dem Trainer“, verriet der 31-Jährige.
Besonders Neuers herausragende Leistungen im Champions-League-Viertelfinale des FC Bayern gegen Real Madrid im April verstärkten die Gespräche über ein mögliches Comeback. „Rund um die beiden Spiele gegen Real, in denen Manu einfach unglaublich war, wurde der Gedanke dann konkreter“, sagte Kimmich. Ein Problem für Neuer war jedoch sein Fitnesszustand in den vergangenen Monaten.
„Er hatte immer wieder Verletzungen und war angeschlagen. Ich glaube, das hat die Entscheidung des Trainers und die Kommunikation zwischen ihnen erschwert“, erklärte Kimmich. Bis kurz vor dem 7:1-Sieg der DFB-Auswahl gegen Curacao zum WM-Start litt Neuer noch an Wadenproblemen.
Doch nicht nur auf dem Platz stellt die Rückkehr des fünffachen Welttorhüters einen Gewinn für das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann dar, sondern auch daneben. Mit seinen Führungsqualitäten ist Neuer, der die Kapitänsbinde bei seinem Rücktritt nach sieben Jahren an Kimmich übergab, ein wichtiger Faktor. „Das hilft mir und auch uns als Team. Wir brauchen so viele Spieler wie möglich, die Verantwortung übernehmen möchten und das große Ganze mittragen“, betonte Kimmich. (tp)