Manuel Neuer und seine ungewöhnlichen Trainingsmethoden
Manuel Neuer nähert sich dem 40. Lebensjahr und hält sich mit außergewöhnlichen Trainingsmethoden fit. Seine Zukunft beim FC Bayern München bleibt jedoch ungewiss.
In München fand ein bemerkenswertes Torwarttraining statt: Die Torhüter des FC Bayern, darunter Manuel Neuer, Jonas Urbig und Sven Ulreich, arbeiteten am Dienstag mit einer sogenannten „Brain-Wall“, die von Torwarttrainer Michael Rechner entwickelt wurde. Diese Trainingshilfe besteht aus einer Plane mit verschiedenen Symbolen, die spezifische Torwart-Techniken repräsentieren. Auf Kommando mussten die Bayern-Keeper die entsprechenden Übungen ausführen. Dieses kognitive Training soll die Aufmerksamkeit und Informationsverarbeitung der Torhüter verbessern.
Die „Brain-Wall“ ist nicht das einzige ungewöhnliche Trainingsgerät im Arsenal von Rechner, um den 39-jährigen Neuer fit zu halten. In der Vergangenheit hat der Torwarttrainer auch eine „Strobo-Brille“ eingesetzt, die dem Träger visuelle Informationen entzieht, indem die Gläser abwechselnd dunkel und hell werden. „Mit dieser Brille wird die Wahrnehmung, Konzentrationsfähigkeit und Reaktionsschnelligkeit deutlich verbessert“, erklärte Rechner einmal.
Regelmäßig kommen auch die von Rechner geschätzten „Dummies“ zum Einsatz. Damit bezeichnet er die weißen Luftpuppen, die er rund um den Fünfmeterraum platziert, um die Proportionen eines Gegenspielers realistisch darzustellen. Diese Puppen werden vor allem beim Abfangen von Flanken eingesetzt.
Ob Neuer auch in der nächsten Saison mit diesen Trainingsmethoden arbeiten wird, ist fraglich. Die Zukunft des erfahrenen Torwarts, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, ist nach wie vor unklar. Er hat bereits mehrfach betont, dass er sich Zeit lassen möchte, sagte Sportvorstand Max Eberl am Dienstag auf der Pressekonferenz vor dem Pokal-Viertelfinale gegen RB Leipzig am Mittwoch (20:45 Uhr, ARD): „Im März wird er 40 Jahre alt, und dann werden wir uns zum Ende der Saison hinsetzen und schauen, wie es weitergeht.“ Neuer wird am 27. März 40 Jahre alt.
Bayern-Vorstandschef Jan-Christian Dreesen zeigt sich ebenfalls gelassen in dieser Angelegenheit. „Wir haben frühzeitig miteinander gesprochen, und er möchte sich Zeit lassen, und wir möchten ihm und uns selbst auch Zeit lassen“, erklärte der CEO in der Sendung „Blickpunkt Sport“ im BR und fügte hinzu: „Wir werden die Dinge während der Saison in Ruhe besprechen und sehen, wie es weitergeht.“