Manuel Neuer: Zukunft beim FC Bayern München ungewiss
Manuel Neuer gilt als einer der besten Torhüter in der Geschichte des Fußballs. Sein Vertrag beim FC Bayern München läuft im Sommer 2026 aus, und bislang ist unklar, wie es danach weitergeht.
Der 39-jährige Neuer wird im März 40 Jahre alt. Während viele Feldspieler in diesem Alter oft nicht mehr auf höchstem Niveau spielen, sind Torhüter häufig die Ausnahme. Es gibt zahlreiche Beispiele für Torhüter, die bis ins hohe Alter aktiv bleiben.
Aktuell fühlt sich Neuer im Tor wohl und bringt dem FC Bayern durch seine Präsenz viel ein. Zwar könnten seine Explosivität und sein Ballspiel verbessert werden, doch das sind nur kleine Kritikpunkte auf hohem Niveau. Die Frage bleibt: Wie geht es weiter?
Ein entscheidender Faktor für eine mögliche Vertragsverlängerung ist die Leistung, die Neuer derzeit bringt. Nach seiner schweren Beinverletzung hatten viele Zweifel, ob er zu seiner Bestform zurückfinden würde. In der letzten Saison gab es Phasen, in denen er nicht optimal spielte und Fehler machte.
Diese Zeiten scheinen jedoch vorbei zu sein. Mit dem Start der Klub-WM im Sommer fand Neuer körperlich und mental zu seiner Form zurück. Auch wenn er zuvor nicht schlecht war, zeigte er beim Turnier im Sommer gute Leistungen. In der neuen Saison hat er bereits mehrere Glanzparaden gezeigt und in der Bundesliga die meisten Torschüsse abgewehrt. In der Liga kassierte er lediglich drei Gegentore und hielt viermal die Null – das ist eine beeindruckende Bilanz.
Ein weiterer Punkt, den der FC Bayern berücksichtigen muss, ist die Kaderstruktur. Nach einem schwierigen Sommer 2025 gibt es einige Baustellen im Team. Trotz zehn Siegen aus zehn Spielen ist die Breite des Kaders noch nicht optimal, und mögliche Abgänge, wie von Min-jae Kim oder Dayot Upamecano, sind nicht ausgeschlossen. Das könnte den Bedarf an Verstärkungen in der Abwehr erhöhen.
Auch bei Leon Goretzka deutet sich ein möglicher Abgang an. Spieler wie Sacha Boey und Raphael Guerreiro könnten ebenfalls wechseln. Zudem gibt es Unklarheiten bezüglich Nicolas Jackson im Sturm. Diese Baustellen müssen angegangen werden, und die Suche nach einem Nachfolger für Neuer könnte eine Herausforderung darstellen.
Ein weiteres Jahr mit Neuer hätte den Vorteil, dass man den jungen Keeper Jonas Urbig nicht ins kalte Wasser werfen muss. Ein Jobsharing-Modell, bei dem Neuer und Urbig einige Spiele teilen, könnte helfen, mehr Klarheit über die Qualitäten von Urbig zu bekommen. Bayern könnte ihm beispielsweise den DFB-Pokal anvertrauen oder in der Bundesliga rotieren, wenn die Situation es zulässt. Das könnte sich als vorteilhaft erweisen.