Marcel Sabitzer glänzt beim BVB-Sieg gegen Athletic Bilbao
Vor wenigen Wochen galt Marcel Sabitzer bei Borussia Dortmund noch als potenzieller Verkaufskandidat. Dennoch schien er selbst nie ernsthaft an einem Wechsel interessiert zu sein.
Dortmund – Borussia Dortmund sicherte sich mit einem klaren 4:1-Sieg gegen Athletic Bilbao den ersten Dreier der neuen Champions-League-Saison. Marcel Sabitzer spielte dabei eine entscheidende Rolle, indem er eine Vorlage zum Sieg beisteuerte und insgesamt eine starke Leistung zeigte. Zu Recht wurde er nach dem Spiel als „Spieler des Spiels“ ausgezeichnet.
In der Mixed Zone stellte sich Sabitzer den Fragen der Journalisten und wurde unter anderem auf seine Situation im vergangenen Sommer angesprochen. Berichten zufolge galt der Österreicher damals als Verkaufskandidat und hätte den BVB bei einem passenden Angebot verlassen dürfen. Auf eine entsprechende Frage von Sky reagierte er prompt und stellte die Gegenfrage: „Von wem hast Du das gehört?“
Der 31-Jährige führte weiter aus: „Ich habe es bei der Klub-WM schon gesagt, es ist kein Thema gewesen. Ich fühle mich im Klub sehr wohl.“ Angebote aus Saudi-Arabien hätten ihn nicht beschäftigt, versicherte er. Dennoch ist sich der Mittelfeldspieler über die nicht einfache Situation von vor einigen Monaten bewusst. „Es war letztes Jahr sicher kein einfaches Jahr, da hat jeder seinen Teil beigetragen“, erinnerte er sich.
Inzwischen ist er unter BVB-Trainer Niko Kovac gesetzt und wurde in seinen bisherigen sieben Pflichtspielen der laufenden Saison stets von Beginn an eingesetzt. Damit war er entscheidend am Aufschwung des BVB beteiligt, der bislang ungeschlagen ist und sechs seiner acht Partien gewonnen hat. „Ich habe versucht, immer das Positive zu sehen, immer weiterzumachen“, beschreibt Sabitzer sein Erfolgsrezept und betont, dass er sich „sehr wohl auf der Position“ fühlt, wo er helfen kann.
Sabitzer legte großen Wert darauf, den Mannschaftserfolg hervorzuheben. „In der Vorbereitung haben wir Gas gegeben, wie man sieht, hat das etwas gebracht. (…) Wenn die Mannschaft gut spielt, fühlt man sich selber auch besser, die Dinge gehen leichter von der Hand.“ Der österreichische Nationalspieler erhielt auch von den Verantwortlichen viel Lob.
Sportdirektor Sebastian Kehl stellte erfreut fest, dass Sabitzer „wieder ein richtig gutes Spiel für die Mannschaft gemacht hat. Auch, dass er alle drei Tage spielen kann. Wir brauchen ihn und sind froh, dass er im Moment so eine gute Form hat.“ Angesichts seiner aktuellen Leistungen ist es kaum vorstellbar, dass sich die Wege im vergangenen Sommer hätten trennen können.