Markus Krösche als möglicher Nachfolger bei Red Bull im Gespräch
Red Bull denkt offenbar über eine Rückkehr von Markus Krösche, dem Sportvorstand von Eintracht Frankfurt, nach. Allerdings gibt es zwischen Krösche und dem Unternehmen eine schwierige Vorgeschichte.
Frankfurt am Main – Das Ende von Julian Nagelsmann als Trainer der deutschen Nationalmannschaft hat weitreichende Konsequenzen. Auch Eintracht Frankfurt könnte davon betroffen sein. Sollte Jürgen Klopp als Wunschkandidat neuer Nationaltrainer werden, benötigt Red Bull einen Nachfolger für die Position des Global Sports Directors. Laut Sport Bild wird deshalb über eine Rückholaktion von Markus Krösche nachgedacht. Die Beziehung zwischen den beiden Parteien ist jedoch kompliziert.
Als Krösche im Sommer 2019 vom SC Paderborn nach Leipzig wechselte, waren Oliver Mintzlaff als Geschäftsführer und Ralf Rangnick als Global Sports Director tätig. Insbesondere die Zusammenarbeit mit Mintzlaff verlief nicht ohne Schwierigkeiten. In einem Podcast äußerte Krösche, er habe „unheimlich viel gelernt“, aber auch „blutige Nasen abgeholt“ während seiner Zeit bei RB.
Bei einer möglichen Rückkehr zu RB würde Krösche erneut mit Mintzlaff zusammenarbeiten. Ob die damaligen Probleme Krösches Rückkehr behindern könnten, ist ungewiss. Einerseits könnte sich die Personalkonstellation geändert haben, andererseits sind viele der damaligen Schwierigkeiten möglicherweise nicht mehr relevant.
Bezüglich der Personalkonstellation ist anzumerken, dass Mintzlaff inzwischen Aufsichtsratsvorsitzender in Leipzig ist, während Krösche, den Gerüchten zufolge, vereinsübergreifend tätig wäre. Als potenzieller Nachfolger von Jürgen Klopp wäre er als Global Sports Director für alle RB-Filialen verantwortlich und hätte weniger direkten Kontakt zu Mintzlaff.
Es bleibt fraglich, ob das Verhältnis zwischen Krösche und Mintzlaff als belastet betrachtet werden kann. Krösche sprach zwar über Spannungen mit „meinungsstarken Leuten“ in Leipzig, bedankte sich jedoch auch für die Chance, die ihm Mintzlaff und Rangnick ermöglichten. Diese Erfahrung war entscheidend für seine Rolle bei Eintracht Frankfurt.
Krösche betonte im Podcast, dass seine Zeit in Leipzig lehrreich, aber auch kompliziert war. Der Übergang vom SC Paderborn zu RB Leipzig war herausfordernd, da er nicht mehr „eigene Entscheidungen“ treffen konnte und sich an die Gegebenheiten des größeren Klubs anpassen musste. Diese Anpassung dürfte jedoch nach Jahren in Frankfurt abgeschlossen sein.
Insgesamt spricht wenig gegen eine Rückkehr Krösches zu RB, auch wenn sein Abschied damals nicht harmonisch verlief. Ob dies jedoch fünf Jahre später noch von Bedeutung ist, können nur die Beteiligten selbst beantworten, vorausgesetzt, an den Gerüchten ist etwas dran.