Markus Krösche spricht über seine Spielerzeit und Erinnerungen
Markus Krösche, der Sportvorstand von Eintracht Frankfurt, überrascht mit offenen Erinnerungen an seine Zeit als Spieler, in der er unter anderem Mallorca-Trips und ein kurioses Torlied erwähnt.
In einem Gespräch mit dem Spiegel zeigt der 45-Jährige, der für seine analytische Herangehensweise bekannt ist, eine unerwartet lockere Seite. Musik spielt dabei eine besondere Rolle: Eine CD mit dem Party-Hit „Heute fährt die 18 bis nach Istanbul“ von Mallorca-Star Jürgen Milski war einst Krösches persönliches Torlied während seiner aktiven Zeit beim SC Paderborn. „Ich hatte die Rückennummer 18 und galt im Team als leidenschaftlicher Mallorca-Fahrer“, erklärt Krösche mit einem Schmunzeln.
Allerdings wurde der Song nicht so oft im Stadion gespielt, wie er zugibt: „Das Lied wurde nicht oft gespielt, weil ich zu wenige Tore erzielt habe.“ Mallorca-Reisen waren damals ein fester Bestandteil des Mannschaftslebens. „Man wird älter, und die Position verändert sich“, so Krösche. „Aber damals flogen wir nach jeder Saison nach Mallorca. Als Kapitän darf man die Mannschaft nicht im Stich lassen.“
Heute ist der Alltag des Eintracht-Bosses deutlich nüchterner. Selbst große sportliche Erfolge führen bei ihm nicht zu ausschweifenden Feiern. Nach der Qualifikation für die UEFA Champions League im Mai 2025 verzichtete Krösche auf jede Party: „Ich habe mich direkt ins Bett gelegt und nicht einmal ein Bier getrunken“, erzählt er. Für ihn bedeutet das Erreichen eines Ziels vor allem eines: „einen enormen Druckabfall“.
Auch im Transfergeschäft setzt Krösche auf Gelassenheit statt Emotionen. In den letzten Jahren sorgte er mit spektakulären Verkäufen, wie die von Randal Kolo Muani, Omar Marmoush und Hugo Ekitiké, für Aufsehen, die der Eintracht hohe Millionenbeträge einbrachten. Trotz der großen Summen bleibt für Krösche entscheidend, dass alle Beteiligten zufrieden sind.
„Für mich geht es immer darum, ein Verständnis für den anderen Verein zu haben“, sagt er. Anders ausgedrückt: Auch im Millionengeschäft Fußball bleibt der frühere Kapitän des SC Paderborn seinem Grundprinzip treu – ruhig bleiben, klar verhandeln und am Ende einen Deal finden, mit dem alle leben können. Und am Ende der Saison unterstützt er die Mannschaft auf Mallorca.