Nach dem WM-Finale: Argentiniens schlechte Verlierer und Aufregung auf dem Spielfeld

Nach dem WM-Finale: Argentiniens schlechte Verlierer und Aufregung auf dem Spielfeld

Nach einer beeindruckenden Weltmeisterschaft zeigte die argentinische Mannschaft nach dem verlorenen Finale, dass sie mit Niederlagen nicht gut umgehen kann. Dies gilt auch für einen ihrer Co-Trainer.

In New Jersey verlor Argentinien das WM-Finale gegen Spanien durch ein Tor von Ferran Torres in der 106. Minute. Dies geschah völlig verdient, da der Titelverteidiger in den gesamten 90 Minuten der regulären Spielzeit keinen einzigen Schuss auf das Tor abgab. Nach der Gelb-Roten Karte für Enzo Fernández in der 90. Minute + 3 versuchte die südamerikanische Mannschaft verzweifelt, ins Elfmeterschießen zu gelangen.

Als dies nicht gelang und Schiedsrichter Slavko Vincic in der 120. Minute + 5 das Spiel abpfiff, brachen bei den Argentiniern alle Dämme. Es kam zu mehreren Handgreiflichkeiten auf dem Platz, wobei Leandro Paredes besonders auffiel. Er griff zunächst Eric ins Gesicht, versuchte dann, Almada in den Schwitzkasten zu nehmen, und stieß schließlich Gavi zu Boden, während er zuschlug. Paredes erhielt noch auf dem Platz die Rote Karte und muss mit einer langen Sperre rechnen.

Auch Co-Trainer Roberto Ayala verlor die Nerven und schlug Dani Olmo, den ehemaligen Spieler von RB Leipzig, ins Gesicht, wie Videoaufnahmen belegen. Eric intervenierte und half so, dass Dani Olmo die Ruhe bewahrte und sich nicht auf einen Streit einließ. Was genau Ayala zu diesem Ausbruch brachte, ist unklar.

Dennoch bleibt das negative Bild, das die gesamte argentinische Mannschaft abgab. Es gab jedoch auch Ausnahmen: Trainer Lionel Scaloni zeigte sich als fairer Verlierer und gratulierte seinem Kollegen Luis de la Fuente. Lionel Messi hingegen verarbeitete seine Trauer allein und ließ seinen Tränen vor den argentinischen Fans freien Lauf.

Für Roberto Ayala, der 115-mal für die Nationalmannschaft Argentiniens spielte und seit Anfang 2019 Co-Trainer von Lionel Scaloni ist, könnte sein Verhalten im WM-Finale ernsthafte Konsequenzen haben. Die Bilder seines Schlags sind eindeutig, und trotz der gewollten Emotionen im Sport sollte es keinen Platz für Gewalt geben, insbesondere nicht bei Trainern, die als Vorbilder fungieren sollten.

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