Nathaniel Brown überzeugt beim WM-Debüt und zieht das Interesse des FC Bayern München auf sich
Nathaniel Brown zeigt, warum der FC Bayern München an ihm interessiert ist. Der Linksverteidiger von Eintracht Frankfurt überzeugte bei seinem WM-Debüt im DFB-Trikot.
Houston – Nathaniel Brown hat in den letzten zwei Jahren kontinuierlich an seinen Fähigkeiten gearbeitet. Der Linksverteidiger von Eintracht Frankfurt, der voraussichtlich zum FC Bayern München wechseln wird, lieferte eine starke Leistung bei seinem Debüt in der Weltmeisterschaft gegen Curacao ab. Obwohl der Gegner zu den schwächsten Mannschaften des Turniers zählt und der Marktwert des gesamten Teams niedriger ist als der von Brown allein, war seine Reife bemerkenswert.
Er bereitete das 2:1 durch Nico Schlotterbeck mit einer Ecke vor und sein präziser Querpass führte zu einem elfmeterreifen Foul an Felix Nmecha kurz vor der Halbzeit. Zudem verwandelte er eine sehenswerte Vorlage von Deniz Undav mit seinem schwächeren rechten Fuß zum 5:1. Besser hätte es für ihn kaum laufen können.
„Man sieht, wie hart er jeden Tag arbeitet. Wenn er dann im ersten WM-Spiel so auftritt und in diesem Alter ein Tor erzielt, ist das überragend“, lobte Doppelpacker Kai Havertz im NRG-Stadion in Houston. Der Arsenal-Stürmer hob zudem Brown's Demut und Respekt hervor: „Er gibt jeden Tag alles im Training. Solche Spieler brauchen wir in der Nationalmannschaft.“
Brown lässt sich von den Gerüchten um seinen bevorstehenden Wechsel nach München nicht aus der Ruhe bringen. Verschiedene Medien berichten, dass der 55-Millionen-Euro-Transfer nahezu fix sei. Auf die Frage eines Journalisten, ob er sich bereits als Teil des Bayern-Blocks fühle, antwortete er gelassen: „Ich fühle mich als Teil der Nationalspieler. Es ist egal, ob es sich um einen Spieler von Bayern, Dortmund oder einem anderen Klub handelt. Es macht einfach Spaß, mit den Jungs zu spielen.“
Der gebürtige Amberger bleibt jedoch bescheiden. Bundestrainer Julian Nagelsmann äußerte sich positiv über seine Leistung: „Nene hat gut gespielt. Er hat ein schönes Tor erzielt und offensiv gute Positionen gefunden.“ Zudem harmoniert er immer besser mit Florian Wirtz: „Das wird gut.“ Browns Familie, die ihn in die USA begleitet, wird alles daran setzen, ihn zu unterstützen.
Die kommenden Herausforderungen werden jedoch deutlich anspruchsvoller. Das DFB-Team strebt den Gruppensieg an, doch in Gruppe E warten mit der Elfenbeinküste und Ecuador zwei knifflige Gegner. Besonders das zweite Gruppenspiel stellt traditionell eine Hürde dar. Für Brown gilt es, seine Leistung über mehrere Wochen bei der Weltmeisterschaft zu bestätigen. Der Auftakt war vielversprechend.