Nelson Weiper und Mainz 05 Beilegen Streit und Vertragserneuerung Angestrebt

Nelson Weiper und Mainz 05 Beilegen Streit und Vertragserneuerung Angestrebt

Der FSV Mainz 05 und der junge Mittelstürmer Nelson Weiper haben ihren Streit beigelegt und planen, ihren Vertrag bald zu verlängern. In einem spannenden Spiel gewann der 1. FC Köln mit 1:0 gegen Mainz, nachdem Paul Nebel mit einer Roten Karte vom Platz gestellt wurde.

Am Sonntagnachmittag gab es für Mainz 05 eine positive Nachricht vor dem ersten Presseschlag zum Bundesligasaisonauftakt gegen den 1. FC Köln. Nelson Weiper, der zuletzt in interne und öffentliche Auseinandersetzungen verwickelt war, stand im Kader. Obwohl der 20-Jährige, der wegen Disziplinarmaßnahmen in die U23 versetzt wurde, nicht in der Startelf war, deutet dies auf eine kluge Annäherung zwischen ihm und dem Verein hin.

Ironischerweise wurde Weiper bereits nach 14 Minuten eingewechselt, nachdem sich der einzige Mainzer Stürmer, Benedict Hollerbach, bei einem Sprint eine Zerrung zugezogen hatte. Das Spiel verlief jedoch lange Zeit nicht zu seinen Gunsten. Mainz verlor, nachdem Paul Nebel in der 60. Minute mit einer Roten Karte vom Platz gestellt wurde, durch ein spätes Tor von Marinus Bülter in der 90. Minute mit 0:1.

Weiper, der in Mainz geboren wurde und schon als Kind für die Nullfünfer spielte, war zuvor in Ungnade gefallen, da er sich weigerte, einen neuen, deutlich besser dotierten Vertrag zu unterschreiben. Trainer Bo Henriksen hatte ihn deshalb zusammen mit der Klubführung aus dem Kader für das Pokalspiel in Dresden (1:0) und das Hinspiel in der Conference League in Trondheim (1:2) gestrichen. Diese Entscheidung könnte sich als nachteilig herausgestellt haben, da Weiper in Norwegen eine schmerzhafte Lücke hinterlassen hat, die von Neuzugang Hollerbach nicht gefüllt werden konnte. Ein Mittelstürmer von Weipers Kaliber ist für Mainz unverzichtbar, insbesondere für das Rückspiel am Donnerstag (21 Uhr/SWR), wo er aufgrund des Rückstands besonders wichtig werden könnte.

Sportvorstand Christian Heidel reagierte erleichtert: „Wir haben in den letzten Tagen in offenen Gesprächen mit Nelly und seinem Management einen gemeinsamen Weg gefunden und werden dies in Kürze in einem neuen Vertrag fixieren.“ Heidel betonte, dass es „nie Zweifel“ an Weipers „besonderer Verbundenheit zu Mainz 05“ gegeben habe. „Nelly ist und bleibt ein Nullfünfer, darüber sind wir sehr glücklich.“

In der zuvor eskalierten Auseinandersetzung hatte Weipers Vater Klaus sich über Facebook mit einer Fotogalerie gegen Vorwürfe gewehrt, seinem Sohn fehle die Identifikation mit dem Verein. Die Serie zeigte Bilder von Nelson Weiper in verschiedenen Lebensphasen im Trikot von Mainz 05. Der Beitrag wurde am Sonntag vor dem Spiel gelöscht. Vor dem Spiel wurde Weiper vom Stadionsprecher Andreas Bockius als „einmal Mainzer, immer Mainzer“ vorgestellt, was mit wohlwollendem Beifall bedacht wurde.

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