Nico Schlotterbeck setzt Zeichen gegen Bayern und spricht über seine Zukunft
München – Im Klassiker gegen den FC Bayern nutzte Nico Schlotterbeck die große Bühne, um sowohl sportlich als auch verbal ein klares Zeichen zu setzen.
Der Innenverteidiger des BVB stand besonders im Fokus, nicht nur wegen der anhaltenden Transfergerüchte, sondern auch durch seine Leistung auf dem Platz. Trotz der 1:2-Niederlage lieferte Schlotterbeck einen überzeugenden Auftritt ab. In der ersten Halbzeit war er der Dortmunder Spieler mit den meisten Ballkontakten und zeigte sich bemüht, Struktur und mutige Impulse nach vorne zu geben. Auch wenn nicht jede Aktion von Erfolg gekrönt war, ließ sich der 25-Jährige von den Spekulationen über seine Person nicht beeinflussen.
Die Verantwortlichen des FC Bayern dürften dies genau registriert haben. Laut Informationen von Sky hat der Rekordmeister Schlotterbeck bereits als potenzielle Option ins Visier genommen, falls Dayot Upamecano den Verein verlassen sollte. Die Spekulationen um die Defensive der Münchner nehmen zu, während die Vertragsverhandlungen mit Upamecano ins Stocken geraten sind. In München werden mögliche Alternativen sondiert, und Schlotterbeck steht offenbar auf der Kandidatenliste. Berichten zufolge ist sogar das Umfeld des Spielers bereits über das grundsätzliche Interesse der Bayern informiert. Ein möglicher Wechsel könnte im Sommer konkret werden, sollte keine Einigung mit Upamecano erzielt werden können.
Nach dem Spiel äußerte sich Schlotterbeck offen zu seiner Zukunft und gab den BVB-Fans Anlass zur Hoffnung: „Ich habe noch über anderthalb Jahre Vertrag und habe immer gesagt, dass ich mich sehr wohl in Dortmund fühle und grundsätzlich kein Problem habe, den Weg weiterzugehen. Die Entwicklung unter Niko macht Freude“, erklärte er bei Sky. Dennoch betonte er: „Aber es ist ein wichtiger Schritt in meiner Karriere“, und ließ damit auch eine Hintertür Richtung München offen.
Obwohl der BVB ihm ein unterschriftsreifes Angebot unterbreitet haben soll, möchte Schlotterbeck laut Sky erst im kommenden Jahr eine endgültige Entscheidung treffen. Seine Ambitionen formulierte er klar: „Wenn wir so wie in der zweiten Halbzeit gegen den FC Bayern spielen, können wir Vieles und Großes erreichen. Ich habe eine Familie und einen tollen Berater, der das gut macht.“ Zudem fügte er hinzu: „Ich habe Lust auf den Verein und werde mich mit Sebastian Kehl hinsetzen und einen Plan ausarbeiten.“
Hans-Joachim Watzke, der zum Jahresende seine sportliche Verantwortung beim BVB abgibt, sprach sich ebenfalls für einen Verbleib Schlotterbecks aus: „Ich habe ja die sportliche Verantwortung abgegeben, aber Lars und Sebastian wissen beide, dass ich sehr froh wäre, wenn Nico verlängern würde“, erklärte er nach dem Spiel gegen Bayern. In einem persönlichen Gespräch mit dem Verteidiger habe er deutlich gemacht, „was das bedeutet, bei Borussia Dortmund wie Mats Hummels zum Weltstar zu werden.“