Nicolas Jackson: Herausforderungen und Chancen bei Bayern München
Mit dem Abschluss des Transferfensters wurde Nicolas Jackson nach München geholt, doch seine ersten Spiele konnten bislang nicht überzeugen.
München – Das vergangene Transferfenster des FC Bayern München hat die Gemüter der Fans gespalten. Intern gab es immer wieder Forderungen nach einem breiteren Kader beim Rekordmeister. Um die dünne Besetzung in der Offensive zu verstärken, sicherten sich die Münchner nach langem Hin und Her die Dienste des Stürmers Nicolas Jackson von Chelsea.
Der 24-Jährige wurde für eine Bundesliga-Rekord-Leihgebühr von 15 Millionen Euro bis zum Saisonende ausgeliehen, wobei eine Kaufpflicht erst nach 40 Pflichtspieleinsätzen in der Startelf greift. Im Laufe der Saison soll er die Stars des FCB im Angriff entlasten und den verletzten Jamal Musiala im offensiven Zentrum ersetzen.
Jackson, dessen Fähigkeiten ihn auf die Liste der Münchner Spieler brachten, konnte bislang jedoch nicht überzeugen. In seinen ersten drei Einsätzen zeigte er wenig Einfluss. Sein Bundesliga-Debüt gab er in der zweiten Halbzeit gegen den Hamburger SV, und in der Champions League kam er gegen seinen Hauptarbeitgeber Chelsea nur in der Nachspielzeit zum Einsatz.
Beim Arbeitssieg gegen Hoffenheim durfte der 24-Jährige schließlich erstmals von Beginn an spielen. In der Sturmspitze, unterstützt von Torgarant Harry Kane, der mit einem Hattrick zum Sieg beitrug, blieb Jackson jedoch blass. Eine mögliche Erklärung für seinen fehlenden Einfluss könnte die mangelnde Anbindung an das Team sein. Sportvorstand Max Eberl wurde vom kicker zitiert: „Die Zeit ist relativ kurz, man merkt, dass die Bindung noch fehlt.“
Trotz der fehlenden Scorerpunkte stärkt der Bayern-Boss dem Transfer weiterhin den Rücken. Eberl lobt die Einsatzbereitschaft und den Willen des Angreifers in seinen bisherigen Einsätzen, auch wenn der Auftritt gegen die TSG Hoffenheim unglücklich war.
Beide Parteien sind sich bewusst, dass diese Attribute allein auf lange Sicht beim FC Bayern München nicht ausreichen. „Auch er erwartet mehr von sich. Ich glaube, da ist auch noch mehr möglich“, ist Eberl überzeugt. Passend dazu startet Bayern am Freitag um 20:30 Uhr mit einem Heimspiel gegen Werder Bremen in eine Englische Woche, wo Jackson die nächste Gelegenheit haben dürfte, sich in München zu beweisen.