Niels Nkounkou verlässt Eintracht Frankfurt für AC Turin
Niels Nkounkou hat seinen Durchbruch bei Eintracht Frankfurt verpasst und wird künftig in der Serie A für den AC Turin spielen.
Frankfurt – Nach zwei Jahren bei Eintracht Frankfurt endet die Zusammenarbeit: Der 24-jährige Linksverteidiger wechselt per Leihe (0,5 Millionen Euro) nach Italien, mit einer Kaufpflicht von sechs Millionen Euro, sofern er den Medizincheck besteht. Dies berichtet das Fußballportal Absolut Fussball, das zur Home of Sports gehört.
Obwohl die Ablösesumme für Nkounkou, der kürzlich sportlich nicht überzeugen konnte und bereits in Turin angekommen ist, respektabel erscheint, war der Transfer für die Eintracht insgesamt durchwachsen. Nkounkou war im Sommer 2023 für 7,5 Millionen Euro von der AS Saint-Étienne nach Frankfurt gewechselt.
In seiner ersten Saison erzielte der Linksaußen sechs Scorerpunkte und spielte eine entscheidende Rolle beim Erreichen der Europa League. In der vergangenen Spielzeit konnte er der Mannschaft jedoch kaum helfen. Unter Trainer Dino Toppmöller war Nkounkou, der bei Fans und in der Kabine beliebt ist, bestenfalls als Rotationsspieler aktiv. Die Konkurrenz im Kader wuchs, und seine häufigen leichten Fehler sorgten für Unmut. Ballverluste in gefährlichen Zonen, unkonzentrierte Zweikämpfe und mangelnde Konstanz prägten sein Spiel in der zweiten Saison.
Der bevorstehende Abgang kommt für beide Seiten zur rechten Zeit. Nkounkou erhält in Turin die Möglichkeit zu einem Neuanfang in der Serie A, während die Eintracht Platz für andere Lösungen schafft. Die Vereinsführung hat bereits entsprechende Planungen vorgenommen und verfügt über mehrere interne Optionen für die linke Abwehrseite.
Besonders Nathaniel Brown ist bereit für die Startelf. Der 22-Jährige hatte die Vorbereitung verletzungsbedingt verpasst, hat jedoch bereits zwei Jokereinsätze absolviert und soll nun auf der linken Seite wieder die Hauptrolle übernehmen. Zudem bietet Arthur Theate, der primär als Innenverteidiger spielt, die erforderliche Flexibilität für die Außenbahn – eine Option, die Toppmöller gerne nutzt.
Eine weitere Alternative ist Elias Baum, der seine Vielseitigkeit bereits unter Beweis gestellt hat. Der 19-Jährige aus der eigenen Jugend könnte von Nkounkous Abgang profitieren und den nächsten Entwicklungsschritt machen. Für Turin stellt die Verpflichtung einen Versuch dar, Nkounkous ursprüngliches Potenzial zu entfalten.
Die Eintracht kann sich über eine angemessene Transfersumme freuen und hat gleichzeitig ein Problem elegant gelöst. Obwohl die ursprünglich investierten 7,5 Millionen Euro nicht zu einer Marktwertexplosion führten, kann der Verein dennoch rund sechs Millionen Euro Erlös verbuchen. Dies stellt einen überschaubaren Verlust für einen Spieler dar, der nur phasenweise entscheidend war.