Oliver Glasner droht mit Rücktritt bei Crystal Palace
Der ehemalige Trainer von Eintracht Frankfurt, Oliver Glasner, erzielt derzeit große Erfolge mit Crystal Palace in England. Berichten zufolge hat er jedoch mit seinem Rücktritt gedroht.
In seiner Zeit bei Eintracht Frankfurt musste Glasner wiederholt Schlüsselspieler verlieren. Ein ähnliches Schicksal könnte ihn nun bei Crystal Palace ereilen. Der Offensivspieler Eberechi Eze wechselte für fast 70 Millionen Euro zu Arsenal. Ein anderer wichtiger Spieler, Kapitän Marc Guéhi, konnte jedoch gehalten werden – anscheinend auch dank des besonderen Engagements des Österreichers.
Guéhi wurde während des gesamten Sommers von verschiedenen Topklubs umworben, wobei die Bemühungen des FC Liverpool am intensivsten waren. Am Deadline Day stand der Wechsel zum englischen Meister kurz bevor, doch Investor Steve Parish gab letztlich nicht nach, da Glasner offenbar mit seinem Rücktritt drohte, wie der Guardian berichtet.
Oliver Glasner führte Crystal Palace in der vergangenen Saison zu einem sensationellen ersten FA-Cup-Sieg in der Vereinsgeschichte. Mit dem Sieg gegen Liverpool im englischen Superpokal begann die neue Saison direkt mit einem Titel. Das Ansehen des 51-Jährigen im Klub und im englischen Fußball ist groß, was auch Eigentümer Parish bewusst ist.
Der Innenverteidiger Marc Guéhi spielte eine entscheidende Rolle bei diesen Erfolgen. Sein Abgang wäre daher schmerzhaft gewesen. Da sich der Transfer am Deadline Day zuspitzte, hätte Crystal Palace zudem keine Möglichkeit mehr gehabt, einen Ersatz zu verpflichten, was Glasner zu diesem radikalen Schritt veranlasst haben könnte.
Obwohl Guéhi bis zum Schluss mit vollem Einsatz und der Kapitänsbinde für Crystal Palace auf dem Platz stand, ist der 23-Jährige laut dem Bericht nun sehr unglücklich. Er könnte möglicherweise sein Amt abgeben. Zudem droht Crystal Palace im nächsten Sommer ein ablösefreier Abgang des Stars, da sein Vertrag bis 2026 läuft.
Der Klub soll sich bereits mit Liverpool über eine Ablösesumme von 40 Millionen Euro geeinigt haben, der Medizincheck soll bereits absolviert worden sein, und ein Abschiedsvideo, das im Internet kursiert, wurde ebenfalls produziert – bis Glasner intervenierte.