Oliver Kahn: Ein legendäres Tor und seine Konsequenzen

Oliver Kahn: Ein legendäres Tor und seine Konsequenzen

Oliver Kahn wurde beim FC Bayern München zur Legende, nicht nur aufgrund seiner beeindruckenden Spielweise, sondern auch wegen eines denkwürdigen Tors, wie er selbst sagt.

München – Am 3. März 2026 blickte der ehemalige Bayern-Torhüter und Ex-Vorstandsvorsitzende des FC Bayern auf einen der absurdesten Momente in der Geschichte der Bundesliga zurück – sein einziges Profi-Tor, das sofort aberkannt wurde. „Heute vor genau 25 Jahren erzielte ich mein erstes – und einziges – Profitor“, schrieb Kahn auf X.

Der Vorfall ereignete sich am 3. März 2001 in Hansa Rostock, als Bayern mit 2:3 zurücklag und die Zeit ablief. Kahn, getrieben von seinem Torwart-Instinkt, stürmte nach vorne und beförderte den Ball mit beiden Fäusten ins Netz, was zunächst wie der Ausgleich aussah. Doch Schiedsrichter Markus Merk pfiff den Treffer sofort ab, da Torhüter den Ball in beiden Strafräumen nicht mit den Händen berühren dürfen. Kahn kommentierte dies mit selbstironischem Humor.

„Anders als ich damals glaubte, dürfen Torhüter den Ball nicht in beiden Strafräumen mit den Händen berühren“, erklärte Kahn. Das Missgeschick hatte noch eine weitere Wendung: Kahn hatte bereits in der ersten Halbzeit eine Gelbe Karte wegen Ballwegschlagens erhalten. Nach seinem Torversuch zog Merk die rote Karte. Kahn wurde vom Platz gestellt – nach einem selbst erzielten Tor.

Kahn fasste den Vorfall so zusammen: „Das Tor wurde aberkannt und ich vom Platz gestellt – dennoch brachte es mir Legendenstatus ein.“ Seinen Vorstoß erklärte er als „Reflex“ und fügte hinzu: „Das ist in uns Torhütern drin.“ Der Mann, der von 1994 bis 2008 für Bayern spielte und als einer der besten Torhüter aller Zeiten gilt, hat mit diesem Moment Frieden geschlossen – und das mit Stil.

„Man muss sich das mal vorstellen: Man fliegt vom Platz, nachdem man ein Tor geschossen hat. Phänomenal!“, schrieb er. Kurios, regelwidrig und legendär – Kahns einziges Profi-Tor bleibt einzigartig. So oder so, Kahn wurde beim FCB zu einer Legende. In 623 Spielen hütete er das Tor des Rekordmeisters. Von Januar 2020 bis Juli 2021 war er zudem Vorstandsmitglied des Vereins und übernahm bis Ende Mai 2023 sogar den Posten des Vorstandsvorsitzenden – allerdings mit einem unrühmlichen Ende.

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