Omar Bravo wegen sexuellen Missbrauchs in Untersuchungshaft
Omar Bravo sieht sich schweren Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs gegenüber, die zu seiner Inhaftierung geführt haben. Deutliche Beweise und Einschüchterungsversuche führten zur Anordnung der Untersuchungshaft.
In Mexiko-Stadt bleibt der ehemalige Rekordtorschütze des Chivas Guadalajara aufgrund schwerwiegender Anschuldigungen in Haft. Sollte er verurteilt werden, drohen ihm bis zu zehn Jahre Gefängnis. Ihm wird vorgeworfen, seine Stieftochter über einen Zeitraum von sechs Jahren ab ihrem elften Lebensjahr sexuell missbraucht zu haben.
Wie die Zeitung El País am Samstag, den 11. Oktober 2025, berichtete, wurde die Untersuchungshaft für sechs Monate nach einer mehr als zwölfstündigen Anhörung am Freitag angeordnet.
Bravos Anwalt erklärte nach der langen Sitzung, dass er nun daran arbeiten werde, die Dauer der Untersuchungshaft für seinen Mandanten zu verkürzen. Zuvor hatte er optimistisch erklärt, dass Bravo, dem „sexueller Missbrauch ohne Geschlechtsverkehr“ vorgeworfen wird, als freier Mann aus dem Gerichtssaal gehen würde.
Die Anklage beschuldigt den ehemaligen Fußballspieler, seine Partnerin über Jahre hinweg wiederholt missbraucht zu haben. Zudem soll er versucht haben, das mutmaßliche Opfer durch Drohungen und Geldangebote von einer Anzeige abzubringen.
Der Anwalt des mutmaßlichen Opfers verwies auf belastende Videoaufnahmen und betonte: „Die Videos lassen keinen Zweifel daran, dass erotische und sexuelle Handlungen gegen die Minderjährige vorgenommen wurden.“ Er erklärte, dass sie über Jahre hinweg verschiedene Beweise gesammelt und für die Anzeige aufbereitet habe.
Darüber hinaus wurden laut Staatsanwaltschaft auch zwei zuvor eingestellte Verfahren gegen Bravo im Rahmen der aktuellen Ermittlungen wieder aufgenommen, die ebenfalls sexuelle Übergriffe betreffen.
Bravo galt über viele Jahre als einer der besten Stürmer des Landes und spielte kurzzeitig in Spanien für Deportivo La Coruna. In Europa konnte er sich jedoch in der Hinrunde der Saison 2008/2009 nicht durchsetzen und kehrte daraufhin nach Mexiko zurück.