Oscar vor Karriereende: Gesundheitsprobleme bedrohen Rückkehr in Brasilien
Die Rückkehr in seine Heimat steht für einen ehemaligen Premier-League-Star unter keinem guten Stern. Oscar dos Santos Emboaba Junior, bekannt als Oscar, sieht sich möglicherweise dem Ende seiner Karriere gegenüber.
Nach acht Jahren in China kehrte der 34-Jährige Anfang des Jahres zurück nach Brasilien, um für seinen Jugendverein, den FC Sao Paulo, zu spielen. Oscar, der einst als eines der vielversprechendsten Talente beim FC Chelsea galt und mit den Blues zweimal die Premier League gewann, steht nun vor ernsthaften gesundheitlichen Herausforderungen.
Berichten brasilianischer Medien zufolge erlitt der 48-fache Nationalspieler während eines Belastungstrainings auf dem Ergometer einen Zusammenbruch und war für zwei Minuten bewusstlos. Aufgrund seiner Herzprobleme wurde er auf die Intensivstation eingeliefert.
Der FC Sao Paulo gab am Dienstag eine erste Entwarnung heraus. In einer Pressemitteilung erklärte der Verein, dass Oscar „einen Vorfall mit kardiologischen Veränderungen“ erlitten habe und sofort von den Fachleuten des Vereins sowie dem medizinischen Team des Einstein-Krankenhauses behandelt wurde.
„Der Spieler wurde ins Krankenhaus gebracht, wo sein Zustand stabil ist und er zur weiteren Diagnosestellung unter Beobachtung bleibt“, fügte der Klub hinzu. Ob die Fans Oscar noch einmal auf dem Spielfeld sehen werden, bleibt fraglich. Laut lokalen Medien prüft der 34-Jährige die Möglichkeit, seinen Vertrag in der bevölkerungsreichsten Stadt Brasiliens einvernehmlich aufzulösen. Sein Vertrag ist noch bis Ende 2027 gültig.
Oscar war einer der Vorzeigespieler des chinesischen Fußballbooms und wechselte 2017 für eine Ablösesumme von 60 Millionen Euro von Chelsea zu Shanghai Port. Auch nach dem Rückgang des Hypes blieb er in China und erarbeitete sich den Ruf als einer der größten ausländischen Spieler in der Liga.
In 248 Spielen erzielte Oscar, der beim legendären WM-Halbfinale den Ehrentreffer zum 1:7 gegen Deutschland erzielte, 77 Tore und gab 141 Vorlagen. Sein Aufenthalt in China war mit einem kolportierten Gehalt von 450.000 Euro pro Woche verbunden. In seiner Heimat verfolgt ihn jedoch das Pech. Nach einem Lendenwirbelbruch folgt nun bedauerlicherweise ein weiterer schwerer Rückschlag.