Pep Guardiola und die Spekulationen um Vincent Kompany als Nachfolger

Pep Guardiola und die Spekulationen um Vincent Kompany als Nachfolger

Pep Guardiola steht bei Manchester City erneut vor einem möglichen Abschied. Als möglicher Nachfolger wird überraschenderweise der Trainer von Bayern München, Vincent Kompany, gehandelt.

Manchester / München - Als Pep Guardiola Ende 2015 bekannt gab, den FC Bayern nach nur drei Jahren im Sommer 2016 zu verlassen, begründete er dies mit einem „Fehler“, den er bei Barcelona gemacht hatte, indem er eine vierte Saison (2011/12) anhängte.

Solch einen Fehler wollte er nicht erneut begehen. Nun ist Guardiola jedoch bereits in seiner zehnten Saison bei Manchester City. Trotz ständiger Spekulationen über das Ende seines Engagements in Manchester hat der 54-Jährige seinen ursprünglichen Plan, nicht länger als nötig zu bleiben, in den letzten Jahren stark missachtet.

Trotz der schwächsten Saison unter seiner Leitung im vergangenen Jahr, die von Niederlagenserien geprägt war und seine Nervosität deutlich zeigte, überraschte Guardiola die Fußballwelt, indem er im November 2024 seinen Vertrag um zwei Jahre bis 2027 verlängerte.

In die aktuelle Saison startete Guardiola mit einem Team im Umbruch, nachdem erfahrene Spieler wie Kyle Walker und Kevin De Bruyne den Verein verlassen hatten. Dennoch verlief der Saisonstart erfolgreicher als im Vorjahr. Daher überrascht die aktuelle Meldung der Times , dass Guardiola erneut zu einem Abschied aus Manchester am Saisonende tendiert und seinen Vertrag bis 2027 nicht erfüllen möchte.

Die Verantwortlichen von Manchester City, einschließlich Klub-Boss Khaldoon Al Mubarak und Sportdirektor Hugo Viana, hoffen zwar auf Guardiolas Verbleib, jedoch haben die Spekulationen um seine Nachfolge bereits begonnen. Auch der FC Bayern ist wieder betroffen, und das Sportportal 90min berichtet, dass „in München die Alarmglocken läuten“.

Dies hängt vor allem damit zusammen, dass der „Kreis der möglichen Kandidaten“ relativ klein ist, da der Kader von City auf Guardiolas Spielstil ausgerichtet ist. Mikel Arteta (aktuell FC Arsenal) und Vincent Kompany gelten als ideale Nachfolger. Arteta hat jedoch eine emotionale Bindung zu Arsenal, was einen Wechsel unwahrscheinlich macht.

Der Fokus liegt somit auf Vincent Kompany: Obwohl der Belgier seinen Vertrag bis 2029 verlängert hat, fühlt sich sein Herz stark mit seinem ehemaligen Verein verbunden. Da seine Spielphilosophie auf Guardiolas basiert, wird er für die City-Bosse besonders attraktiv. 90min schlussfolgert: „Wenn Kompany diese Aufgabe übernehmen möchte und City eine angemessene Ablöse an die Bayern zahlen sollte, könnte dies die Bayern-Bosse vor eine schwierige Herausforderung stellen.“

Angesichts der aktuellen Situation beim Triple-Sieger von 2023 müssen sich die Verantwortlichen des FC Bayern jedoch keine großen Sorgen machen. Erstens könnte Guardiola auch über 2027 hinaus bleiben, und zweitens fühlt sich Kompany in München sehr wohl. Bereits zu Beginn seiner Zeit in München deutete er in einer Pressekonferenz an, dass er gerne lange beim FC Bayern bleiben möchte.

Obwohl dies damals belächelt wurde, scheint es nach seinem zweiten Jahr, in dem die Zusammenarbeit mit der Mannschaft, den Fans und dem gesamten Verein hervorragend läuft, realistisch zu sein. Das Ziel des Rekordmeisters ist es, eine neue „Trainer-Ära“ an der Säbener Straße zu etablieren. Kompany ist zudem ein intelligenter und respektierter Mann. Dass die Guardiola-Ära in Manchester irgendwann enden wird, hat er sicherlich bei seiner Vertragsverlängerung in München bedacht und ist voll auf sein Team fokussiert.

Falls der unerwartete Fall eintreten sollte, dass Kompany 2026 tatsächlich Guardiolas Nachfolger bei Manchester City wird, würden die Bayern für diesen Verlust sicherlich eine hohe Ablöse verlangen. Im Jahr 2024 zahlten sie bereits 12 Millionen Euro an den FC Burnley für den damaligen „Abstiegstrainer“.

Darüber hinaus hält der deutsche Rekordmeister den Weltrekord für die höchste Ablösesumme für einen Trainer: 25 Millionen Euro wurden im Sommer 2021 für Julian Nagelsmann an RB Leipzig überwiesen. Sollte Manchester City Kompany als Guardiolas Nachfolger verpflichten wollen, könnte dieser Rekord pulverisiert werden – mit einer Summe, die bisher für einen Cheftrainer als unmöglich galt. Dennoch wünschen sich die Bayern eine „Kompany-Ära“ in München.

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