Philipp Lahm warnt vor Herausforderungen für die deutsche Nationalmannschaft bei der WM
Philipp Lahm sieht trotz des deutlichen Auftaktsieges der deutschen Nationalmannschaft bei der WM noch Verbesserungspotenzial. Besonders ein Duo steht in seiner Kritik.
Winston-Salem – Mit einem überzeugenden 7:1-Sieg über Curacao hat die deutsche Nationalmannschaft unter Bundestrainer Julian Nagelsmann ihr WM-Abenteuer begonnen. Das Team zeigte zwar einige Unsicherheiten, brillierte jedoch besonders in der Offensive. Dennoch warnt Lahm vor den bevorstehenden Herausforderungen und hat insbesondere eine Position im Fokus.
Die Kritik richtet sich an Felix Nmecha und Aleksandar Pavlović, die im zentralen Mittelfeld agieren. Lahm bemerkte gegen Curacao „einige Leichtsinnsfehler“ des Duos. „Stärkere Gegner bestrafen das“, äußert er in seiner Kolumne beim kicker. Dies könnte dem Team bereits im Achtelfinale drohen, wenn es gegen Frankreich geht.
Bereits im kommenden Spiel gegen die Elfenbeinküste sieht der frühere Kapitän des DFB-Teams größere Herausforderungen auf das Duo zukommen. Die zentrale Frage für das Spiel am Samstag wird sein: In welchen Räumen bewegen sie sich bei Ballbesitz? „Es wird Situationen geben, in denen man gut positioniert sein muss, um Gegenangriffe abwehren zu können“, erklärt Lahm.
Ein besonders wichtiger Aspekt ist für ihn das Verteidigen gegen Yan Diomande von RB Leipzig. „Wichtig ist: Wer unterstützt den Außenverteidiger? Der Sechser? Der Innenverteidiger? Was passiert, wenn er im Angriff ist, wer sichert ab? Solche Dribbler müssen als Mannschaft verteidigt werden, da müssen viele Spieler hinter den Ball kommen. Sich auf Eins-gegen-eins-Duelle zu verlassen, ist gefährlich“, warnt der Weltmeister von 2014 seine Nachfolger im DFB-Dress.
Insgesamt sieht er die Mannschaft jedoch gut gerüstet für das zweite Gruppenspiel gegen das afrikanische Team. „Wir können dagegenhalten, haben durch Standards Tore erzielt, da sind wir stärker als andere Teams“, meint Lahm mit Blick auf die robuste Spielweise der Elfenbeinküste. Für ihn geht es auch um den Gruppensieg: „Den könnten wir mit einer Niederlage schon verspielen, daher steht Deutschland ein wenig unter Druck.“