Polizeieinsatz vor VfB Stuttgart gegen Go Ahead Eagles sorgt für Kontroversen

Polizeieinsatz vor VfB Stuttgart gegen Go Ahead Eagles sorgt für Kontroversen

Vor dem Spiel des VfB Stuttgart gegen die Go Ahead Eagles kam es zu einem umstrittenen Polizeieinsatz, der gegen die schwäbischen Anhänger gerichtet war. Der VfB-Vorsitzende Alexander Wehrle widersprach einer skurrilen Darstellung der Ereignisse.

In Deventer waren die Aussagen von Wehrle und Jan Willem van Dop, dem Direktor der Go Ahead Eagles, zur Rechtfertigung des Polizeieinsatzes rund um die Europa-League-Partie des VfB Stuttgart widersprüchlich. Van Dop verteidigte in der holländischen Zeitung De Stentor das Vorgehen der Polizei mit der Behauptung, dass den VfB-Fans die Tickets gefehlt hätten.

Er erklärte: „Menschen ohne Tickets sollten aber nicht zum Stadion kommen. Regeln sind Regeln und das wird hier gut gelöst.“ Van Dop stellte den Polizeieinsatz als notwendige Maßnahme gegen Fans ohne gültige Eintrittskarten dar. Wehrle wies diese Begründung jedoch als völlig haltlos zurück.

Wehrle stellte klar: „Die VfB-Fans mussten ihre Tickets am Fan-Meeting-Point abholen und konnten somit bei der Ankunft mit dem Bus noch keine Eintrittskarten besitzen.“ Dies bedeutet, dass die Fans aufgrund des offiziellen Verfahrens keine Tickets bei sich haben konnten, da diese erst am Treffpunkt ausgegeben werden sollten.

Die Absurdität der Situation wird deutlich: Van Dop kritisiert die Fans dafür, dass sie ohne Tickets zum Stadion kommen wollten, obwohl das offizielle Verfahren genau dies vorsah. Die 489 bereitgestellten Tickets sollten planmäßig am Fan-Treffpunkt verteilt werden. Wehrle brachte es auf den Punkt: „Wir haben 489 Tickets erhalten. Wenn man das nicht managen kann, dann mache ich viele Fragezeichen.“

Bei der Ankunft der VfB-Fans ging die Polizei mit Schlagstöcken gegen die Anhänger vor. Zunächst gab es keine Anhaltspunkte, die ein solches Vorgehen gerechtfertigt hätten. Andere Fanbusse mussten umkehren, da die Stadt Deventer ein Betretungsverbot ausgesprochen hatte.

Infolgedessen entschied sich die VfB-Ultraszene, geschlossen umzudrehen. Die Geschichte des Spiels, das der VfB souverän mit 4:0 (2:0) gewann, geriet durch die Vorfälle in den Hintergrund. Laut Stuttgarts Vorstandschef müssen diese Ereignisse Konsequenzen nach sich ziehen.

Wehrle äußerte: „Ich war schockiert, dass die Leute zur Begrüßung einen Knüppel überbekommen haben. Da können wir auch nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Es ist wichtig, das klar zu kommunizieren. Ich habe das zum Glück selbst gesehen, denn oft wird gesagt, dass ja irgendetwas davor passiert sein müsste.“

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