Portugal vor WM-Start: Léao sorgt für Aufregung nach Testspiel gegen Chile

Portugal vor WM-Start: Léao sorgt für Aufregung nach Testspiel gegen Chile

Portugal wollte sich im Testspiel gegen Chile optimal auf den WM-Start vorbereiten, doch ein Vorfall überschattete den 2:1-Sieg: Rafael Léao muss nun um seine Teilnahme an der Weltmeisterschaft bangen.

In Lissabon kam es kurz vor der Halbzeitpause zu einer Tätlichkeit des Offensivstars des AC Mailand. Léao geriet in der Nachspielzeit mit dem 19-jährigen Chilenen Ivan Roman aneinander, schubste ihn mehrfach und griff ihm schließlich am Hals sowie ins Gesicht. Aufgrund dieser Aktion erhielt der 26-Jährige die Rote Karte, was ihn nun eine mögliche Sperre für die bevorstehende Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko kosten könnte.

Für das nächste Testspiel am Mittwoch gegen Nigeria ist Léao bereits gesperrt. Rote Karten in Testspielen führen in der Regel zu Sperren für nachfolgende Freundschaftsspiele. Bei schweren Vergehen kann die Sperre allerdings auch auf offizielle Spiele ausgeweitet werden. Die FIFA-Disziplinarkommission wird das Strafmaß festlegen, eine Entscheidung steht noch aus.

Sportlich dominierten die Portugiesen die Partie von Beginn an, und auch Weltstar Cristiano Ronaldo war in der Startelf. Zunächst scheiterte er in der ersten Halbzeit am chilenischen Torwart Lawrence Vigouroux, und ein späterer Treffer von CR7 wurde wegen einer Abseitsposition annulliert. So gingen beide Mannschaften torlos in die Halbzeitpause.

In der zweiten Hälfte verwandelten die Iberer ihren Druck schließlich in Tore: Ruben Neves bediente Gonçalo Guedes präzise, der in der 58. Minute zum 1:0 einschob. Bruno Fernandes erhöhte in der 75. Minute mit einem Schuss aus der zweiten Reihe auf 2:0. Der eingewechselte Lucas Cepeda erzielte für Chile erst in der Nachspielzeit den Anschlusstreffer, was jedoch zu spät kam für die Südamerikaner, die zum dritten Mal in Folge die WM-Qualifikation verpasst haben.

Portugal wird bei der WM in Gruppe K auf Kolumbien, Usbekistan und den Kongo treffen. Trainer Roberto Martínez hatte zuletzt den WM-Titel ins Visier genommen: „Wir wollen etwas erreichen, was noch nie geschafft wurde, und wir haben den Willen, groß zu träumen. Die Auswahl der Spieler war ein verantwortungsvoller, ehrlicher und arbeitsintensiver Prozess. Ich glaube, wir haben eine gute Balance gefunden“, erklärte der gebürtige Spanier.

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