Prömel äußert sich zur WM-Niederlage und kritisiert Trinkpausen

Prömel äußert sich zur WM-Niederlage und kritisiert Trinkpausen

Die WM-Niederlage Deutschlands gegen Ecuador wird von VfB-Profi Grischa Prömel nicht als schwerwiegendes Problem angesehen. Vielmehr ärgert ihn die Vielzahl an Trinkpausen während des Turniers.

Prömel äußerte sich überrascht über die Schwierigkeiten, die die deutsche Mannschaft gegen Ecuador hatte. Besonders beeindruckt zeigte er sich von der Aggressivität und dem Engagement der Ecuadorianer in den Zweikämpfen. "Wenn man gegen südamerikanische Teams bei einer Weltmeisterschaft spielt, muss man dagegenhalten. Es reicht nicht, nur theoretisch die besseren Spieler zu haben; man muss auch anders auftreten", erklärte er.

Obwohl Deutschland bereits als Gruppenerster feststand und Ecuador um alles kämpfte, wäre ein Sieg für die deutsche Mannschaft wichtig gewesen, um den positiven Schwung beizubehalten. "In Deutschland sind wir alle sehr kritisch. Nach unserem späten Sieg gegen die Elfenbeinküste haben wir noch über unsere tolle Mentalität gesprochen. Jetzt heißt es plötzlich, dass das 2:1 auch glücklich war", so Prömel.

Er möchte jedoch nicht alles negativ sehen. Die Niederlage gegen Ecuador müsse jedoch ernst genommen werden: "Es muss in die Köpfe rein, dass 95 Prozent nicht ausreichen. Das 1:2 gegen Ecuador wird uns wachrütteln. Wir müssen das in positive Energie umwandeln. Ich halte die deutsche Mannschaft für stark genug, um das Sechzehntelfinale zu überstehen, egal wer kommt; das wird für uns nicht gefährlich sein."

Prömel äußerte sich jedoch viel kritischer über die Trinkpausen: "Ich finde sie nicht gut. Es gibt zu viele Unterbrechungen. Das nervt mich schon vor dem Fernseher. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie die Zuschauer im Stadion das empfinden. Der Schiedsrichter sollte ein gutes Gespür dafür haben, wann Trinkpausen notwendig sind."

Er betont, dass man nicht auf Trinkpausen bestehen sollte: "Das gibt mir das Gefühl, dass diese Pausen nur als Werbepausen dienen, um möglichst viel Geld einzunehmen. Es stehen genügend Flaschen am Spielfeldrand. Spieler können auch während Ecken den gegnerischen Torhüter um einen Schluck aus seiner Flasche bitten."

Prömel ist klar gegen verpflichtende Trinkpausen: "Sie brechen den Rhythmus. Wenn du den Gegner dominierst, darf diese Dominanz nicht unterbrochen werden. Fußball ist für mich 90 Minuten mit einer Halbzeit, nicht Viertel wie im Basketball."

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