RB Leipzig: Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den HSV

RB Leipzig: Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den HSV

Leipzig – Im Vorfeld des siebten Bundesliga-Spieltags gegen den Hamburger SV (Samstag, 15:30 Uhr) hatte RB Leipzig seinen Fans die Gelegenheit gegeben, Fragen an Cheftrainer Ole Werner zu stellen. Diese wurden während einer Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag präsentiert. Die Themen umfassten das „Luxusproblem“ der Leipziger auf den Flügelpositionen, Werners Gelassenheit an der Seitenlinie sowie die Rückkehr von Yussuf Poulsen, dem ehemaligen RB-Star und aktuellen HSV-Neuzugang, in die Red Bull Arena.

Viele Fans fragen sich, ob es im Laufe der Saison möglich sein wird, dass Johan Bakayoko, Yan Diomande und Antonio Nusa gleichzeitig auf dem Platz stehen. Aufgrund der starken Leistungen auf den Flügeln hat sich bei den Sachsen bereits ein gewisses Luxusproblem entwickelt, dem Werner jedoch mit Dankbarkeit begegnet. Er erklärte: „Das ist durchaus denkbar. Allerdings müsste man wahrscheinlich einige Umstellungen vornehmen. Es gibt auch Spielertypen, die in einer anderen Position spielen können. Grundsätzlich sind es aber drei Spieler, die für zwei Positionen in Betracht kommen. Für die Mannschaft ist dies sehr vorteilhaft, da es zusätzliche Optionen bietet, um während eines Spiels reagieren zu können. Konkurrenz belebt das Geschäft, und man spornt sich gegenseitig zu Höchstleistungen an, weil jeder weiß, dass er bei schwacher Leistung ersetzt werden kann. Zudem stehen uns bald englische Wochen bevor, in denen Rotation wichtig ist. Das hat viele positive Effekte für die Mannschaft, und ich bin sehr froh über diese Auswahl.“

Werner betonte, dass tendenziell immer einer der Spieler auf der Bank bleiben muss, was es nicht einfach macht, die richtigen Worte und Argumente zu finden. „Das gehört zu meinem Job dazu – auch wenn es nicht der Teil ist, der mir am meisten Freude bereitet. Aber es sind Dinge, die uns als Mannschaft letztendlich stärken“, so Werner. Er fügte hinzu: „Ich bevorzuge es, zwischen mehreren großartigen Spielern zu wählen, die alle etwas beitragen können, anstatt in einer Situation zu sein, in der ich nicht weiß, was ich tun soll, wenn ein Spieler ausfällt. Das ist nicht der Fall, und genau das brauchen wir, um unsere Ziele zu erreichen.“

Ein zentrales Thema vor dem Spiel gegen den Bundesligaaufsteiger ist Yussuf Poulsen. Nach zwölf Jahren bei RB Leipzig wechselte der Stürmer im Sommer nach Hamburg und übernahm dort sofort die Kapitänsrolle. Könnte es für seinen neuen Klub von Vorteil sein, dass der Däne die Spiel-DNA der Leipziger so gut kennt? Werner hat dazu eine klare Meinung: „Es kann für den HSV sicherlich nicht nachteilig sein, dass er viele Spieler kennt und weiß, wie diese in bestimmten Situationen reagieren. Das kann in einem Detail den Unterschied ausmachen. Andererseits kenne ich auch Spieler beim HSV und kann ihnen Informationen geben. Zudem haben einige unserer Spieler bereits mit Jungs vom HSV zusammengespielt. Viele können auch etwas über Yussi sagen, daher glaube ich nicht, dass es einen erheblichen Effekt haben wird. Yussi hatte hier über viele Jahre einen enormen Einfluss, basierend auf seinen Leistungen und dem, was er für den Verein erreicht hat. Für das kommende Spiel hoffe ich jedoch, dass er keinen großen Einfluss hat – zumindest nicht im positiven Sinne, und ich hoffe, er kann mir das nachsehen. Ich denke, das kann jeder nachvollziehen.“

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