RB Leipzig verstärkt sich mit Conrad Harder vor Transferschluss
RB Leipzig sieht sich aktuell mit einem personellen Umbruch und einem enttäuschenden Auftakt in die Bundesliga konfrontiert. Um die Stimmung zu heben, reagiert der Klub mit einem Transfer kurz vor dem Ende der Wechselfrist.
Leipzig – Der Deadline Day am 1. September stellte für die Fußball-Bundesligisten die letzte Gelegenheit dar, ihre Kader anzupassen und auf Abgänge zu reagieren. Auch RB Leipzig nutzte die Gelegenheit, um in letzter Minute einen Transfer zu tätigen. In einem Sommer, in dem namhafte Spieler den Verein verlassen haben, wird ein klarer Wandel in der Personalpolitik von Leipzig sichtbar.
In der Messestadt hätte der Deadline Day für RB Leipzig deutlich nervenaufreibender verlaufen können als anderswo, doch letztlich kam der Transfer zustande: Der dänische Mittelstürmer Conrad Harder wechselt von Sporting Lissabon in die Bundesliga. Laut BILD war dies kein leichtes Unterfangen, da sich die Verhandlungen und die erforderliche Eintragung in die FIFA-Transferliste bis zu sieben Sekunden vor der Deadline um 20 Uhr hinzogen.
RB Leipzig investiert 24 Millionen Euro in die Dienste des 20-Jährigen und reagiert damit unter anderem auf die Abgänge von Lois Openda, der zu Juventus ausgeliehen wurde, sowie dem schmerzhaften Verlust von Benjamin Sesko. Zudem verlor der Klub mit Xavi Simons, der für 65 Millionen Euro zu Tottenham wechselte, erhebliches Potenzial, was die Verantwortlichen um Marcel Schäfer zum Handeln zwang.
Es wird deutlich, dass der einfache Abruf von Talenten aus anderen Bereichen des RB-Universums nicht mehr ausreicht. Die Roten Bullen investierten tief in die Taschen für Romolu (20 Millionen von Göztepe), Yan Diomande (20 Millionen von Leganés), Johan Bakayoko (18 Millionen von PSV) und Ezechiel Banzuzi (16 Millionen von OH Leuven) – ermöglicht durch die Einnahmen aus dem Transfer von Sesko.
Mit Harder gewinnt RB Leipzig ein vielversprechendes Sturmtalent, das auch auf den Flügeln einsetzbar ist. Bei Sporting stand er jedoch lange im Schatten von Viktor Gyökeres und kam in der letzten Saison häufig als Joker zum Einsatz. Die Hoffnung bleibt, dass diese Verstärkung nach der Länderspielpause positive Auswirkungen zeigt und der Klub nach dem 2:0-Sieg gegen Heidenheim in ruhigere Gewässer gelangt.
Die Erwartungen sind hoch, insbesondere nach dem verpassten Zugang zu internationalen Wettbewerben in der letzten Saison. Nach dem enttäuschenden Auftakt gegen den FC Bayern gab es bereits Unruhe im Verein, einschließlich persönlicher Interventionen von Jürgen Klopp, dem Head of Football von Red Bull, der laut Skeptikern früh einen Riss in der Autorität des neuen Trainers Ole Werner hinterlassen hat.