RB Leipzig zieht ins DFB-Pokal Achtelfinale ein
RB Leipzig hat mit einem 4:1-Sieg gegen Energie Cottbus das Achtelfinale des DFB-Pokals erreicht. Allerdings wurde der Erfolg von einem tragischen Vorfall überschattet.
Cottbus – RB Leipzig ist ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Im Spiel gegen den Tabellenführer der dritten Liga, Energie Cottbus, erzielte Christoph Baumgartner zwei Tore, während auch Bakayoko und Banzuzi jubeln durften. Zu Beginn des Spiels herrschte im Energie Stadion eine großartige Stimmung, doch die zweite Halbzeit wurde von einem Todesfall überschattet.
Trainer Ole Werner setzte in der Innenverteidigung erstmals auf El Chadaille Bitshiabu von Beginn an. Im defensiven Mittelfeld kam Banzuzi für Assan Ouedraogo zum Einsatz, und Johan Bakayoko kehrte für Yan Diomande in die erste Elf zurück, nachdem er am Wochenende aufgrund einer Knieverletzung geschont wurde. Zudem stand Maarten Vandevoordt wie angekündigt für Peter Gulacsi im Tor.
Die erste große Chance des Spiels gehörte den Cottbusern: Merveille Biankadi setzte sich über die linke Seite durch und versuchte, den Ball ins lange Eck zu schlenzen. Vandevoordt war jedoch aufmerksam und parierte den Schuss stark. Kurz darauf schlug RB zu. Nach einem präzisen Tiefenpass von Willi Orban erhielt Johan Bakayoko auf der rechten Seite zu viel Platz, zog unbedrängt nach innen und vollendete mit dem linken Fuß ins kurze Eck zur 1:0-Führung (13.). In der Folge übernahmen die Sachsen klar die Kontrolle über das Spiel und drängten auf den nächsten Treffer. Nach etwa einer halben Stunde erhöhte Christoph Baumgartner per Kopf auf 2:0 – die Vorlage kam von David Raum, der eine Ecke punktgenau servierte.
Nur wenige Minuten später bot sich ein ähnliches Bild: Wieder war David Raum der Ausgangspunkt, diesmal mit einem präzise getretenen Freistoß in den Strafraum. Die Cottbuser Abwehr agierte völlig unorganisiert und ließ Christoph Baumgartner sträflich frei. Der Österreicher nahm Maß und schlenzte den Ball an Keeper Marius Funk vorbei ins Netz – 3:0 nach gerade einmal 37 Minuten.
Nach dem Seitenwechsel stellte Ezechiel Banzuzi mit einem Schuss ins kurze Eck auf 4:0, die Vorlage kam von Ridle Baku (57.). Wieder agierte die Cottbuser Defensive alles andere als souverän. Zu diesem Zeitpunkt war der Fußball allerdings schon in den Hintergrund gerückt: In der Halbzeit hatte RB Leipzig bekannt gegeben, dass ein Leipziger Fan beim Zutritt zum Stadion ins Krankenhaus eingeliefert werden musste und kurz darauf verstorben war.
Nach dem vierten Treffer ließ sich David Raum (76.) die Chance auf das 5:0 entgehen; er traf den Ball bei seinem Schuss aus rund 20 Metern gut, doch Funk blieb aufmerksam. Den Hausherren gelang schließlich der Anschlusstreffer: Erik Engelhardt erzielte nach einer Hereingabe von Axel Borgmann das 1:4 – die Leipziger waren in dieser Aktion viel zu passiv, und auch Vandevoordt sah beim Versuch, den Ball zu halten, nicht gut aus (86.).
Nach dem 6:0 in Augsburg folgt somit ein 4:1 in Cottbus. Am Samstag erwarten die Sachsen den VfB Stuttgart (15:30 Uhr).