Relegationsspiel für Elye Wahi und OGC Nizza

Relegationsspiel für Elye Wahi und OGC Nizza

In Frankreich sollte es für Elye Wahi eigentlich wieder bergauf gehen. So war es zumindest der Wunsch im Winter. Doch nun steht ein entscheidendes Spiel bevor.

St. Etienne – Im Januar 2025 wechselte Elye Wahi für 26 Millionen Euro von Marseille zu Eintracht Frankfurt, wo er als große Sturmhoffnung galt. Diese Hoffnung wurde jedoch ein Jahr lang enttäuscht. Daraufhin entschloss sich der 23-Jährige, zu seinen Wurzeln zurückzukehren: nach Frankreich. Bei OGC Nizza erlebt er jedoch eine emotionale Achterbahnfahrt.

Vor wenigen Tagen trat das Team im französischen Pokal an und verlor mit 1:3 gegen den Vize-Meister RC Lens. Nun kämpft Wahi mit seiner Mannschaft in der Relegation gegen den Abstieg aus der Ligue 1. Am Dienstagabend trat OGC Nizza gegen AS Saint-Etienne an, den Drittplatzierten der zweiten Liga. Das Hinspiel in Saint-Etienne endete torlos; das Rückspiel findet am Freitag um 20:45 Uhr statt.

Elye Wahi wird dann definitiv auf dem Platz stehen. Der Nationalspieler der Elfenbeinküste musste das erste Spiel von der Tribüne aus verfolgen, da er aufgrund einer Gelbsperre aus der regulären Saison nicht spielen konnte. Diese Regelung sorgt immer wieder für Diskussionen, wie zuletzt im Fall von Paderborns Mika Bauer, der die strittige Regel im TV zur Sprache brachte. Der TV-Experte und Ex-Nationalspieler Lars Stindl unterstützte ihn in dieser Debatte.

Auf Wahi und seine Mitspieler wartet nun ein dramatisches Endspiel. Es ist ein „Do or die“-Moment – und was das für Nizza bedeutet, erlebten die Spieler nach dem letzten Saisonspiel auf drastische Weise. Nach dem torlosen Unentschieden gegen den FC Metz und dem gleichzeitigen Sieg von AJ Auxerre in Lille reagierten die Fans außer Kontrolle.

Vermummte stürmten den Platz und verfolgten die eigenen Spieler bis in den Tunnel. Beide Mannschaften konnten sich nur Sekunden vor der aufgebrachten Menge in die Katakomben retten. Auch Feuerwerkskörper wurden unkontrolliert durch das Stadion geschossen. Klub-Präsident Jean-Pierre Revère äußerte sein Bedauern: „Es ist wirklich schade. Diese Saison war für alle eine schwere Zeit. Man kann viel Bitterkeit und Wut empfinden, ganz gleich, was man will…“

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