Ritsu Doan glänzt beim 3:1-Sieg der Eintracht in Hoffenheim

Ritsu Doan glänzt beim 3:1-Sieg der Eintracht in Hoffenheim

Ritsu Doan, der Doppelpacker von Eintracht Frankfurt, hat beim 3:1-Sieg gegen Hoffenheim einen entscheidenden Beitrag geleistet und zeigt sich selbst überrascht über seine Leistung.

Eintracht-Kapitän Robin Koch hob zunächst den charakterlichen Wert des Neuzugangs hervor, bevor er dessen sportliche Stärken ansprach. „Er ist ein herausragender Kerl, super offen“, sagte Koch und fügte hinzu, dass Doan sowohl auf dem Platz als auch außerhalb eine große Bereicherung sei: „Er hilft uns extrem weiter.“

Über Doans fußballerische Fähigkeiten äußerte sich Koch ebenfalls positiv: „Unglaublich guter Kicker, super linker Fuß. Er bringt echt alles mit.“

Der 27-Jährige bewies am Samstagnachmittag in Sinsheim, warum die Eintracht ihn seit über einem Jahr verfolgt. Nach monatelangen Verhandlungen mit dem SC Freiburg sicherten sich die Frankfurter schließlich die Dienste des Japaners für rund 20 Millionen Euro – eine Investition, die sich bereits als lohnend erweist. Doan war beim Auswärtssieg gegen Hoffenheim der Spieler des Spiels und machte den Unterschied.

Mit seiner Spielfreude überraschte er die Gegner, als er bereits nach wenigen Minuten den Brasilianer Bernardo mit einer geschickten Aktion ausspielte. Doan demonstrierte seine technische Brillanz und schnelle Entscheidungsfindung, und sein Treffer zum 1:0 in der 17. Minute war ein Paradebeispiel für sein Können: Er traf den Ball von der Strafraumkante mit seinem starken linken Fuß präzise ins obere Eck. „Das kannst du nicht verteidigen“, bemerkte Sportvorstand Markus Krösche. „Es ist genau das, was wir uns erhofft haben.“

Mit der Verpflichtung des Nationalspielers hat die Eintracht nicht nur einen talentierten Fußballer gewonnen, sondern auch ihre Spielweise bereichert. Ziel war es, mehr Variabilität und Unberechenbarkeit in das Flügelspiel zu bringen, nicht nur durch direkte Läufe, sondern auch durch das Ziehen nach innen von der „falschen“ Seite.

Ähnlich wie es früher Arjen Robben tat, agiert nun Ritsu Doan auf dem Platz. Trainer Dino Toppmöller erklärte, dass die Mannschaft ihre Systematik angepasst hat, was nicht nur das Pressing betrifft, sondern auch die Spielzüge über die Außenpositionen.

Doan hat seine Torgefahr nicht verloren. Nach einem schönen Angriff über Rasmus Kristensen, Arthur Theate und Jean-Matteo Bahoya war er im Fünfmeterraum zur Stelle und erzielte das 2:0 (27. Minute). Zudem bereitete er das 3:0 durch Can Uzun mit einem cleveren Zuspiel vor (51. Minute). Mit zwei Toren und einem Assist war sein Einsatz im zweiten Bundesligaspiel für die Eintracht bemerkenswert. „Weltklasse“, schwärmte Uzun.

Bereits im Pokalspiel gegen den Oberligisten FV Engers hatte Doan mit einem Doppelpack auf sich aufmerksam gemacht und wurde zum „Man of the Match“ gekürt.

Der Japaner, der in Frankfurt auch einen persönlichen Chefkoch hat, hat sich schnell eingelebt. „Man denkt, er ist schon viel länger hier“, äußerte sich Robin Koch erstaunt. Sportchef Markus Krösche war hingegen nicht überrascht: „Er kennt die Bundesliga, es ist kein Neuland für ihn, er benötigt keine Eingewöhnungszeit.“ Doan selbst blieb bescheiden: „Dass ich die Tore schieße, ist nicht nur meine Qualität, sondern auch die Qualität der Mannschaft. Das weiß ich sehr zu schätzen.“

Obwohl der ehemalige Bielefelder anfangs skeptisch war, wie schnell er sich in Frankfurt zurechtfinden würde, scheint er sich geirrt zu haben – und das zum Besten für die Eintracht.

Topics

Related news