Ritsu Doan: Unzufriedenheit bei Eintracht Frankfurt
Ritsu Doan gehörte im vergangenen Sommer zu den herausragenden Transfers von Eintracht Frankfurt. Nach einem vielversprechenden Start ist der aktuelle Verlauf der Saison für den Japaner jedoch enttäuschend.
Frankfurt – Obwohl die Schnelllebigkeit im Profifußball bekannt ist, überrascht die Realität immer wieder. Dies zeigt sich deutlich am Beispiel von Eintracht Frankfurts Ritsu Doan. Nach einem starken ersten Halbjahr verläuft die Saison des Japaners zunehmend unglücklich.
Wie die Sport Bild berichtet, zieht Doan in Erwägung, Frankfurt zu verlassen. Laut Informationen der Frankfurter Rundschau ist der 27-Jährige mit seiner derzeitigen Situation unzufrieden. Ob der Offensivspieler den Verein jedoch bereits nach einem Jahr wieder verlässt, ist momentan unklar. Grundsätzlich fühlt sich der Neuzugang in der Mainmetropole wohl, doch ein negativer Trend ist nicht zu übersehen.
Unter Trainer Dino Toppmöller war Ritsu Doan ein wichtiger Bestandteil der offensiven Aufstellung von Eintracht Frankfurt. Als Rechtsaußen erzielte der 64-fache japanische Nationalspieler vier Tore und bereitete fünf weitere in der Bundesliga vor. Seit Albert Riera jedoch das Traineramt übernommen hat, hat sich vieles verändert.
Der 27-Jährige spielt unter dem spanischen Trainer in einer deutlich zentraleren Rolle. Zudem wird Doan, im Gegensatz zu seiner Zeit unter Toppmöller, kaum mehr über die vollen 90 Minuten eingesetzt. Anfang März fand sich der Offensivspieler zweimal nur als Joker auf der Bank wieder. Nach einem krankheitsbedingten Ausfall in Wolfsburg kam er beim Spiel gegen Leipzig lediglich als Ersatzspieler zum Einsatz.
Unter Riera konnte Doan nicht zu einem einzigen Erfolgserlebnis der Frankfurter beitragen. Dies hängt auch mit seiner veränderten Position zusammen. Obwohl Doan in den letzten Wochen unter Toppmöller bereits nicht mehr an seine starke Form aus den ersten Monaten anknüpfen konnte, hat die mehrmonatige Zusammenarbeit mit Riera bisher nicht dazu geführt, dass der Japaner wieder in Form kommt. Ob sich dies in den verbleibenden vier Spielen ändert und wie es nach Saisonende weitergeht, bleibt vorerst ungewiss.