Robin Koch: Herausforderungen als Kapitän von Eintracht Frankfurt

Robin Koch: Herausforderungen als Kapitän von Eintracht Frankfurt

Robin Koch steht als Kapitän von Eintracht Frankfurt vor mehreren Herausforderungen, doch Sebastian Rode hat volles Vertrauen in ihn.

Frankfurt – Nach dem Schlusspfiff der Partie zwischen Eintracht Frankfurt und dem Hamburger SV, die mit einer 1:2-Niederlage endete, musste Robin Koch sich den Fragen der Journalisten stellen. Der Frust und die Enttäuschung waren ihm deutlich anzusehen. Auch für ihn ist die dritte Saison im Trikot der Hessen bislang alles andere als einfach, was bereits im Sommer begann.

Torhüter Kevin Trapp verließ den Klub kurz vor Beginn der Saison. Koch, der erst wenige Monate zuvor seinen Vertrag verlängert hatte, übernahm das Kapitänsamt. Nach einem vielversprechenden Saisonstart wurde der 29-Jährige jedoch zunehmend als Krisenmanager gefordert. Auch er sah sich plötzlich kritischen Blicken aus dem Umfeld gegenüber.

Eine Person, die mit diesem Druck bestens vertraut ist, ist Sebastian Rode. Er trat im Januar 2021 die Nachfolge des in seine Heimat zurückgekehrten David Abraham an. Unter Rode als Kapitän wurde Eintracht Frankfurt 2022 Europa-League-Sieger und erreichte 2023 das Achtelfinale der Champions League. Doch auch für den mittlerweile 35-Jährigen gab es schwierige Phasen.

In einem exklusiven Interview im Format „Face 2 Face“ mit Absolut Eintracht erklärte Rode: „Es ist nicht immer einfach. Wenn es gut läuft, hast du schöne Zeiten und kannst positive Interviews führen. Aber wenn du im Negativfall unter Druck stehst und dich Woche für Woche rechtfertigen musst, dann gehen dir die Argumente aus.“

Im Fußball ist der Grat zwischen Erfolg und Misserfolg extrem schmal. In einem nervösen Umfeld wie bei Eintracht Frankfurt kann es sehr unangenehm werden: „Es wird immer schwieriger. Und dann läufst du nicht mehr so leicht mit der Binde um den Arm herum.“ Dennoch bietet eine solche Phase auch die Möglichkeit zur persönlichen Entwicklung und zum Wachstum.

Koch hat sich weiterentwickelt. Er ist kein typischer Lautsprecher und wird in der Öffentlichkeit keine Brandreden halten. Stattdessen geht er mit gutem Beispiel voran und klärt viele kritische Situationen in entscheidenden Momenten. Insbesondere in der Luft ist er mit einer Zweikampfquote von 63 Prozent kaum zu bezwingen. Zudem kann er mit drei Saisontoren und zwei Vorlagen für einen Innenverteidiger gute Werte vorweisen.

Sein ehemaliger Mitspieler Rode lässt daher keinen Zweifel daran: „Robin ist ein unangefochtener Stammspieler und extrem wichtig für die Mannschaft. Er ist ein großartiger Typ, der erst seit einem Dreivierteljahr die Binde trägt. Deshalb sollte man ihm noch Zeit geben.“ Auch für Koch wird es in der Sommerpause darum gehen, die richtigen Lehren aus der Saison zu ziehen.

Der Traum von einer Teilnahme an der Weltmeisterschaft scheint geplatzt zu sein, was für ihn eine große Enttäuschung darstellt. Dennoch kann der Abwehrspieler die rund zweimonatige Auszeit nutzen, um den Kopf freizubekommen. Sebastian Rode hat als Kapitän gelernt, wie man in Krisenzeiten vorangeht. Robin Koch befindet sich gerade in diesem Lernprozess – und macht dabei eine gute Figur.

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