Rocco Reitz: Der aufstrebende Vizekapitän von Borussia Mönchengladbach

Rocco Reitz: Der aufstrebende Vizekapitän von Borussia Mönchengladbach

Borussia Mönchengladbach durchlebt eine herausfordernde Hinrunde, doch Ex-Europameister Markus Babbel hat besonderes Interesse an einem Spieler: Rocco Reitz.

In den letzten Wochen hat sich die Lage bei Borussia Mönchengladbach stabilisiert. Mit vier Siegen aus den letzten fünf Spielen hat sich die Mannschaft aus der Abstiegszone befreit und belegt nun den zehnten Platz in der Bundesliga. Die vergangenen Wochen waren eine Phase des Durchatmens, auch wenn der Verein weiterhin zwischen Höhen und Tiefen schwankt.

Besonders im Fokus steht Rocco Reitz, der 23-jährige Eigengewächs, das im Sommer zum Vizekapitän ernannt wurde. Aufgrund der Knieverletzung von Tim Kleindienst führte Reitz die Fohlen-Elf in allen Bundesliga-Partien als Kapitän aufs Feld. Diese Rolle bringt sowohl Privilegien als auch eine erhebliche Verantwortung mit sich.

Die Ernennung zum Vizekapitän kam nicht überraschend. Reitz ist ein Publikumsliebling und sein engagiertes Spiel ist ein zentraler Bestandteil von Borussias Spielweise. „Ich war begeistert, als ich ihn am ersten Spieltag mit der Binde sah, das war ein kluger Schachzug. Der Junge identifiziert sich total mit Borussia Mönchengladbach“, äußerte sich Babbel im Interview mit Absolut Fussball, dem Fußball-Portal von Home of Sports.

Die Kapitänsbinde kann zur Belastung werden, insbesondere wenn die Ergebnisse ausbleiben, wie es in den ersten acht Spieltagen der Fall war, als Gladbach lediglich drei Punkte errang und keinen Sieg feierte. „Wenn du nur Niederlagen einstecken musst, kann die Binde schwer wiegen, besonders wenn du derjenige bist, der den Medien erklären muss, warum es nicht läuft“, erklärte Babbel. „Das kann viele Spieler hemmen.“

Reitz ließ sich von den Diskussionen über seine Rolle nicht beirren und betonte im November gegenüber der Rheinischen Post: „Die Binde hat mich zu keiner Zeit belastet, im Gegenteil.“ Auch Babbel hatte nicht den Eindruck, dass Reitz durch die Binde eingeschränkt wird. „Ich habe das Gefühl, dass er mit positiver Energie vorangeht und versucht, seine Mitspieler mitzuziehen.“

Der schwierige Saisonstart war für Reitz eine lehrreiche Zeit, in der er den Anspruch an sich selbst stellte, zu einer Führungsfigur zu reifen. Babbel sieht ihn auf einem vielversprechenden Weg: „Er ist ein großartiger Spieler und hat eine beeindruckende Entwicklung in kurzer Zeit durchlaufen. Ich bin überzeugt, dass dies noch nicht das Ende seiner Fortschritte ist.“

Ein wesentlicher Einfluss auf diese Entwicklung hat Eugen Polanski, der im September als interimistischer Trainer die Nachfolge von Gerardo Seoane antrat und im November einen Vertrag bis 2028 erhielt. „Polanski hat es geschafft, der Mannschaft wieder Glauben und Überzeugung zu vermitteln“, so Babbel. „Das kommt natürlich auch Rocco Reitz zugute und unterstützt seine Weiterentwicklung.“

Babbel betonte das „extrem große Potenzial“ von Reitz und fügte hinzu, dass dies seiner Entwicklung zugutekommt. In jungen Jahren lernt Reitz, was es bedeutet, bei einem großen Traditionsverein Verantwortung zu übernehmen, und ist damit prädestiniert für eine Führungsrolle – sowohl bei Borussia als auch in einer zukünftigen Karriere bei einem anderen Verein.

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