Romano Floriani Mussolini feiert Debüt in der Serie A

Romano Floriani Mussolini feiert Debüt in der Serie A

Romano Floriani Mussolini bleibt in Italien unvergessen: Der junge Fußballer gab am Freitagabend, dem 29. August, sein Debüt in der Serie A, der höchsten Spielklasse des Landes. Der 22-jährige Urenkel des faschistischen Diktators Benito Mussolini trug entscheidend zum dramatischen 3:2-Sieg seines Teams Cremonese gegen Sassuolo bei.

Als Rechtsverteidiger wurde Floriani Mussolini in der 82. Minute eingewechselt und sorgte sofort für Aufregung. In der Nachspielzeit holte er den entscheidenden Elfmeter heraus, den Manuel De Luca zum Siegtreffer verwandelte. „Zu viele Dinge passierten in zu kurzer Zeit. Ich glaube nicht, dass ich diese Nacht jemals vergessen werde“, äußerte der Debütant nach dem Spiel.

Der in Rom geborene Spieler begann seine Karriere in der Jugend von Lazio Rom, wo er jedoch nie in der Serie A zum Einsatz kam. Stattdessen sammelte er Erfahrungen durch Leihgeschäfte in niedrigeren Ligen. Zuletzt hatte er eine beeindruckende Saison bei Juve Stabia in der Serie B, wo er in 33 Spielen ein Tor erzielte.

Sein Treffer gegen Cesena im Dezember 2024 führte jedoch zu einem Eklat: Fans zeigten nach dem Tor faschistische Grußgesten, was heftige Diskussionen auslöste. Aufgrund dieser Vorfälle trägt der Spieler seitdem nur noch seinen Vornamen „Romano“ auf dem Trikot, um politische Assoziationen zu vermeiden. Im Juli 2025 wechselte Floriani Mussolini für fünf Millionen Euro von Lazio zu Aufsteiger Cremonese. „Ich bin hier, um Fußball zu spielen. Mein Nachname stört andere Menschen mehr als mich“, erklärte er bei seinem Wechsel.

Romano ist der Sohn der Politikerin Alessandra Mussolini, einer ehemaligen Europa-Abgeordneten und Enkelin des Diktators. Sein Großvater, Romano Mussolini, war Pianist. Der 22-Jährige betont jedoch stets sein Desinteresse an der Politik und möchte ausschließlich als Fußballer wahrgenommen werden. Mit seinem Debüt trug Floriani Mussolini entscheidend dazu bei, dass Cremonese vorübergehend die Tabellenspitze der Serie A eroberte. Nach zwei Spieltagen steht der Aufsteiger mit sechs Punkten perfekt da.

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