Rouven Schröder tritt als Sportchef von Borussia Mönchengladbach an

Rouven Schröder tritt als Sportchef von Borussia Mönchengladbach an

Rouven Schröder feiert am Freitag seine Premiere als Sportchef von Borussia Mönchengladbach. Ein entscheidendes Detail führte zu dieser Entwicklung.

Mönchengladbach – In den letzten zwei Wochen haben Dr. Stefan Stegemann, Markus Aretz und Steffen Korell intensive Gespräche geführt, um die sportliche Leitung von Borussia Mönchengladbach neu zu besetzen und die Weichen für die Zukunft zu stellen. Mit Rouven Schröder konnten die Verantwortlichen ihren Wunschkandidaten verpflichten.

Obwohl Schröder bis 2028 beim österreichischen Spitzenklub RB Salzburg unter Vertrag stand, stimmten die Salzburger widerwillig einer Auflösung des Vertrags zu. Am Donnerstag bekräftigte Schröder seinen unbedingten Willen, die Herausforderung in Gladbach anzunehmen, und verließ Salzburg nach nur zehn Monaten.

Seine Begeisterung für die Aufgabe machte Schröder auch während der Gespräche mit Borussia deutlich. Dass die Fohlen finanziell unter Druck stehen, ist kein Geheimnis. Die Ablösesumme war machbar, jedoch hätten die Gehaltsverhandlungen mit Schröder problematisch werden können. Der 49-Jährige zeigte sich bereit, auf den Klub zuzugehen.

„Als es um finanzielle Aspekte ging, hat Rouven klar gesagt: ‚Wenn wir eine Einigung finden wollen, soll es nicht an meinem Zutun scheitern‘“, erklärte Stegemann am Donnerstag und hob die „absolute Entschlossenheit“ hervor, die Schröder angesichts der „Gelegenheit, die wir ihm bei Borussia Mönchengladbach geboten haben“, gezeigt hat.

Der neue Sportchef hinterließ einen sehr starken Eindruck, weshalb er während der Pressekonferenz zwischen Stegemann und Aretz auf dem Podium saß. „Es war uns immer wichtig, dass Qualität vor Schnelligkeit geht. Jetzt können wir sagen, dass wir beides sehr gut vereinen konnten: hohe Qualität und eine schnelle Lösung“, so Stegemann.

Schröder wird sich auf das sportliche Tagesgeschäft konzentrieren. Der Titel „Head of Sports“ unterscheidet sich klar von dem des Sport-Geschäftsführers, den sein Vorgänger Roland Virkus innehatte. „Wir sehen die Tabellensituation und müssen uns voll auf das operative Geschäft konzentrieren, fernab von strategischen Überlegungen“, betonte Stegemann.

In den Gesprächen waren sich alle Beteiligten „schnell einig“, sagte Stegemann und betonte: „Rouven ist Chef des Sports, muss aber auch Wert auf das operative Tagesgeschäft legen und von strategischen Aufgaben freigehalten werden.“

Ob sich an dieser Konstellation in Zukunft etwas ändern wird, bleibt abzuwarten. Derzeit wird ebenso wenig über einen Sportdirektor diskutiert, der Schröder zur Seite stehen könnte. Über diese Personalie wird der neue Sportchef selbst in naher Zukunft entscheiden.

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