Rudi Völler spricht über das WM-Debakel und Familientreffen
Nach dem enttäuschenden Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2026 hat Sportdirektor Rudi Völler in Frankfurt mit einigen Gerüchten aufgeräumt. Besonders der Vorwurf, dass die Spieler zu viel Besuch von ihren Familien erhalten hätten, wurde thematisiert.
Die WM endete für Deutschland nach dem Sechzehntelfinalspiel gegen Paraguay äußerst unglücklich, was eine Welle der Kritik und Spott auslöste. In einer Medienrunde äußerte sich Völler zu den Vorwürfen und stellte klar, dass die Besuche von Partnerinnen, Ehefrauen und Kindern nicht überhandgenommen hätten. Er erinnerte daran, dass auch während der EM 2024, die im eigenen Land stattfand, ähnliche Familientage stattfanden.
„Es waren fünf, sechs Familien mal eine Nacht lang da“, erläuterte Völler und verwies auf Besuche, wie den von Lena, der Ehefrau von Julian Nagelsmann, die sich im Camp blicken ließ.
Nachdem Fotos des Paares beim Fahrradfahren veröffentlicht wurden, erntete Nagelsmann viel Kritik. Völler kommentierte dies mit den Worten: „Das war unglücklich. Deshalb haben wir gegen Paraguay keine drei Elfmeter verschossen.“ Auch Burgi Nagelsmann, die Mutter des Trainers, war während des Turniers in den USA anwesend.
Völler hob hervor, dass während des Turniers zwar Partnerinnen und Kinder im Quartier übernachten durften, jedoch nicht für Mütter galt diese Regelung. Der Weltmeister von 1990 sprach zudem positiv über Winston-Salem, wo sich das DFB-Team von Anfang an wohlgefühlt habe.
Die Bedingungen dort bezeichnete er als „sensationell“ und stellte klar, dass das Quartier nicht für das schwache Abschneiden verantwortlich gemacht werden könne. „Auf das Quartier lasse ich nichts kommen“, betonte Völler. Trotz des sportlichen Misserfolgs bei der WM 2026 möchte er nicht alles schlechtreden. Der Blick geht nun auf die WM 2030, die in sechs Ländern ausgetragen wird, mit der Hoffnung auf ein besseres Ergebnis.