Rummenigge über Hoeneß und Müllers Zukunft beim FC Bayern

Rummenigge über Hoeneß und Müllers Zukunft beim FC Bayern

München – Karl-Heinz Rummenigge, der langjährige CEO des FC Bayern, äußerte sich in einem Interview mit der dpa zu den Zukunftsperspektiven von Uli Hoeneß und Thomas Müller. Kurz vor seinem 70. Geburtstag betonte Rummenigge, dass der FC Bayern Hoeneß als Aufsichtsratsmitglied dringend benötigt: „Der FC Bayern braucht nicht weniger Uli Hoeneß, er braucht mehr Uli Hoeneß.“

Nach der umstrittenen Trennung von Oliver Kahn und Hasan Salihamidžić im Mai 2023 kehrte Rummenigge weniger als zwei Jahre nach seinem Rückzug als Vorstandsvorsitzender als Aufsichtsratsmitglied zurück. Hoeneß hatte ihn um diesen Schritt gebeten.

„Uli Hoeneß hat mich damals angerufen und gesagt, das funktioniert so nicht. Man hatte sich von Julian Nagelsmann getrennt, und Thomas Tuchel als Nachfolger hat nicht funktioniert. Das alles hat zu Verwerfungen geführt. Uli sagte zu mir: ‚Du musst mich unterstützen. Du musst mir helfen. Ich schaffe das nicht alleine.‘“

Rummenigge räumte ein, dass der Rekordmeister seitdem bemüht ist, „zu einer gewissen Kontinuität“ in der Vereinsführung zurückzufinden. Hoeneß' Bemerkungen über den FCB-Sportvorstand Max Eberl, den er als „empfindlich“ bezeichnete, stellen für Rummenigge kein Problem dar.

„Wenn zwischendurch mal ein Zwist entsteht, dann entsteht er eben. Es gibt die bayerische Streitkultur, die Uli mit mir bis zum Exzess betrieben hat. Da sind manchmal die Türen aus den Angeln geflogen“, erklärte der 69-Jährige und betonte, dass Hoeneß stets im Sinne des Klubs handelt: „Unser Klub soll national immer der Branchenführer sein. Und international wollen wir, wenn es gut läuft, auch mal wieder ganz weit kommen.“

Zu Thomas Müller, der vor kurzem für die Vancouver Whitecaps in der nordamerikanischen MLS spielt, äußerte sich Rummenigge ebenfalls. Er hält es für realistisch, dass die Bayern-Ikone eines Tages eine führende Rolle beim deutschen Rekordmeister übernehmen könnte.

„Es ist der Wunsch der Fans und des Klubs, dass ehemalige Spieler bei Bayern München eine Führungsrolle einnehmen. Ich finde, Thomas hat es richtig gemacht. Er macht in Nordamerika neue Erfahrungen, erweitert seinen Horizont, perfektioniert eine andere Sprache und lernt eine neue Kultur kennen. Er könnte sich dort auf einen möglichen Job vorbereiten“, so Rummenigge.

Allerdings müsse Müller auch „Lust auf diese ganz neue Herausforderung haben. Er hat Fußball auf höchstem Niveau gespielt, das würde ihm helfen. Und er kennt den Klub bestens. Aber klar ist auch: Ein Vorstands- oder Managerposten ist ein völlig anderer Job als der auf dem Platz.“

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