Sadio Mané blickt auf seine Bayern-Zeit zurück
Sadio Mané zog 2022 von Liverpool nach München. In einem Podcast reflektiert er über seine enttäuschende Zeit beim FC Bayern und erläutert seine Beweggründe.
Riad – Das Gastspiel von Sadio Mané beim FC Bayern zählt zu den größeren Missverständnissen der jüngeren Vereinsgeschichte. Der Stürmer wechselte 2022 mit viel Aufsehen und einer Ablösesumme von 32 Millionen Euro vom FC Liverpool zum FC Bayern, konnte jedoch die Erwartungen nicht erfüllen. Nach nur einem Jahr war die Zusammenarbeit bereits beendet.
In 38 Spielen erzielte Mané lediglich zwölf Tore. Beide Seiten hatten sich von der Kooperation deutlich mehr versprochen. Im Podcast "Rio Ferdinand Presents" erklärte Mané, dass die Bayern damals starkes Interesse an ihm hatten. „Sie haben immer wieder Druck gemacht. Gedrängt und gedrängt. Also sagte ich: ‚Okay, versuchen wir es dort.‘ Im Leben ist es immer so: Wenn du woanders hingehst, lernst du etwas Neues“, so Mané, der die Premier League in Richtung München verließ.
Doch warum wollte er Liverpool überhaupt verlassen? Immerhin war er dort äußerst erfolgreich, spielte sechs Jahre lang eine Schlüsselrolle und erzielte 158 Scorerpunkte in 269 Spielen. Gerüchte über einen Streit mit Superstar Mohamed Salah, die damals kursierten, wies Mané zurück und betonte, dass dies nicht der Grund für seinen Wechsel war.
„Liverpool war wie ein Zuhause für mich. Es war meine Komfortzone“, betonte Mané. „Aber ich wollte etwas Neues ausprobieren, weil ich dort fast alles gewonnen hatte. Die Motivation war, meine Komfortzone zu verlassen und in einem anderen Teil der Welt etwas Neues zu wagen.“ Daher kam ein Wechsel innerhalb der Premier League für ihn nicht in Frage.
Rückblickend bereut er den Wechsel zum FC Bayern nicht, auch wenn vieles nicht nach Plan verlief. „Ich glaube, ohne den Wechsel zu Bayern München wäre ich vielleicht gar nicht hier (in Saudi-Arabien, Anm. d. Red.).“ 2023 wechselte Mané für 30 Millionen Euro zu Al-Nassr, dem Klub von Cristiano Ronaldo, wo er weiterhin spielt.
Mané verriet zudem, dass es damals auch Angebote aus Europa gab. „Als die Saudis kamen, skizzierte Al-Nassr: ‚Wir wollen die größte und stärkste Liga der Welt aufbauen. Wir werden viele Spieler holen und Weltmeisterschaften ausrichten.‘ Und sie wollten, dass ich Teil davon bin. Da sagte ich: ‚Wow, das klingt gut und interessant!‘“