SC Freiburg zieht ins Halbfinale der Europa League ein

SC Freiburg zieht ins Halbfinale der Europa League ein

Ein beeindruckender Stürmer und ein Japaner, der doppelt trifft: Der SC Freiburg hat Celta Vigo erneut keine Chance gelassen und setzt seine Reise im Europapokal fort. Könnten die Badener im Mai sogar um zwei Titel spielen?

Vigo - Mit einem weiteren Traumtor und einer herausragenden Leistung hat der SC Freiburg das Halbfinale der Europa League erreicht. Nach dem 3:0 im Hinspiel war der Fußball-Bundesligist auch im Rückspiel des Viertelfinals viel zu stark für Celta Vigo und siegte beim spanischen Tabellensechsten mit 3:1 (2:0). Die schwachen Galizier hatten den Freiburgern lange Zeit nichts entgegenzusetzen.

SC-Sportvorstand Jochen Saier bezeichnete den Erfolg als „hochverdient“ und gestand, dass er die Ausgangslage trotz des Vorsprungs als „trügerisch“ empfand.

Igor Matanovic (33. Minute) und Yuito Suzuki (39./50.) sorgten für die Tore der furiosen Freiburger, deren bemerkenswerte Europapokal-Reise weitergeht und möglicherweise bis zum Endspiel am 20. Mai in Istanbul führen könnte. Williot Swedberg konnte in der Nachspielzeit lediglich auf 1:3 verkürzen (90.+1). Es ist bereits jetzt die erfolgreichste internationale Saison in der Geschichte des SC Freiburg, der zuvor noch nie in ein Viertelfinale vorgestoßen war.

Gibt es im Mai möglicherweise sogar zwei Titelchancen? Auch im DFB-Pokal stehen die Freiburger, die ihren dritten Pflichtspielsieg in Serie feierten, im Halbfinale. Dort treten sie am kommenden Donnerstag gegen den VfB Stuttgart an.

SC-Trainer Julian Schuster setzte einen Tag nach seinem 41. Geburtstag auf die gleiche Startelf wie bei der Heim-Gala vor einer Woche. Die Freiburger ließen im Estadio Balaídos, das derzeit umgebaut wird, von Anfang an keine Euphorie aufkommen. In den ersten 30 Minuten gab es auf beiden Seiten keine einzige Torchance.

Den Freiburgern, die sich auf eine spanische Angriffswelle eingestellt hatten, kam das natürlich entgegen. Sie gingen dann sogar in Führung – wie schon im Hinspiel – durch ein Traumtor. Matanovic traf aus etwa 20 Metern mit einem sehenswerten Volleyschuss. Das Tor wurde lange wegen einer möglichen Abseitsstellung von Jordy Makengo überprüft, schließlich jedoch gegeben. Auf den Tribünen reagierten enttäuschte Vigo-Fans mit gesenkten Köpfen.

Und es kam noch schlimmer für die Gastgeber. Suzuki eroberte den Ball, spielte auf der linken Seite einen schönen Doppelpass mit Niklas Beste und traf im Fallen mit einem leicht abgefälschten Schuss zum 2:0 für den Sport-Club. Innerhalb weniger Minuten war die Partie entschieden. Vigo blieb harmlos und konnte bis zur Halbzeit keinen einzigen Torschuss verzeichnen.

Im zweiten Durchgang entwickelte sich die Partie phasenweise zu einem besseren Trainingsspiel für die Freiburger. Johan Manzambi dribbelte ungestört durch den gegnerischen Strafraum und blieb erst kurz vor dem Tor hängen. Den Nachschuss setzte Suzuki jedoch mit Übersicht ins rechte untere Eck.

Der eingewechselte Derry Scherhant traf den Pfosten (58.), bevor Vigo tatsächlich einige Male gefährlich vor dem Tor auftauchte. Fer Lopez verzog knapp (66.), dann parierte SC-Keeper Noah Atubolu gegen Jones El-Abdellaoui (69./73.). Die Spanier bemühten sich zumindest um den Ehrentreffer, der nach einem Kopfball an den Pfosten von Ferran Jutgla (83.) schließlich auch gelang.

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